• Startseite
  • Politik
  • Friedrich Merz zollt Ampelparteien Respekt für Sondierungspapier: „Das hätten wir auch haben können“

Merz zollt Ampelparteien Respekt für Sondierungspapier: „Das hätten wir auch haben können“

  • SPD, Grüne und FDP haben sich dazu entschlossen, Verhandlungen für eine Ampelkoalition aufzunehmen.
  • Der ehemalige Fraktionschef der Union, Friedrich Merz, zollte den Parteien Respekt für das entstandene Sondierungspapier.
  • Gegenüber dem RND sagte Merz, die Union müsse sich nun darauf einrichten, in der Opposition zu sein.
|
Anzeige
Anzeige

Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat SPD, FDP und Grünen Respekt für ihr Sondierungspapier als Grundlage für Koalitionsverhandlungen gezollt und die Union aufgerufen, sich auf die Oppositionsrolle einzustellen. „Sie haben, wie ich finde, ein beachtliches Papier vorgelegt“, sagte Merz dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Das ist ein Anlass zum Respekt und zur kritischen Selbstüberprüfung: Das hätten wir auch haben können.“

Merz, der nach zwölf Jahren wieder in den Bundestag eingezogen ist und als möglicher Kandidat für den Parteivorsitz gehandelt wird, setzt sich damit etwa von Bundestagsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) ab, der das Papier kritisiert hatte.

Anzeige
Hauptstadt Radar Der RND-Newsletter aus dem Regierungsviertel mit dem 360-Grad-Blick auf die Politik im Superwahljahr. Immer dienstags, donnerstags und samstags.

Merz: „Sollten uns darauf einrichten, Opposition zu sein“

Merz sagte, seiner Einschätzung nach werde es jetzt zu einer Ampelkoalition kommen. „Das Papier des heutigen Tages zeugt von Einigungswillen und auch von der Bereitschaft, gemeinsam zu regieren. Wir sollten uns darauf einrichten, Opposition zu sein.“ Er sei nicht enttäuscht von FDP-Chef Christian Lindner, der im Wahlkampf gesagt hatte, ihm fehle die Fantasie für eine Ampel. „Nein. Christian Lindner, auch die Grünen und die Sozialdemokraten haben professionell miteinander verhandelt. Sie haben vor allem vertraulich miteinander verhandelt.“

Auf die Frage, ob er Nachfolger von CDU-Chef Armin Laschet werden solle, sagte Merz: „Es geht jetzt nicht um einzelne Personen. Sondern es geht darum, dass die Union optimal aufgestellt ist für die Rolle, die sie zu spielen hat. Wenn ich mich daran beteiligen kann, tue ich das.“ Die CDU brauche ein gutes Team. „Ich beteilige mich an den Gesprächen.“

Die Union müsse „Schrittmacher-Themensetzer“ sein. „Wir müssen vor der Kurve sein der gesellschaftlichen Entwicklungen. Wir müssen darauf achten, dass in diesem Land wirtschaftliche Prosperität herrscht, soziale Gerechtigkeit.“ Die Union dürfe nicht nur kritisieren, sondern müsse konstruktiv in die parlamentarische Arbeit gehen.

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen