Friedrich Merz will Windräder wieder abbauen, „weil sie hässlich sind“

Friedrich Merz in der Sendung von Maybrit Illner.
Quelle: ZDF/Jule Roehr
Berlin. Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz hält Windkraft zur Energieversorgung in Deutschland nur für eine Übergangstechnologie. „Ich glaube sogar, dass wir, wenn wir was richtig machen, eines Tages die Windkrafträder wieder abbauen können, weil sie hässlich sind und weil sie nicht in die Landschaft passen“, sagte der CDU-Politiker in der ZDF-Talkshow von Maybrit Illner. „Das ist eine Übergangstechnologie.“
Er wolle stattdessen, dass zum Beispiel Möglichkeiten der Kernfusion in Deutschland erprobt würden. Das Feld dürfe man nicht China überlassen. Auch eine Reaktivierung von Atomkraftwerken werde geprüft - hier sei er aber skeptisch, weil diese Kraftwerke bereits abgebaut würden.
In sozialen Medien sorgte die Aussage am Donnerstagabend für Aufsehen – und Kritik. „Merz will die Windkrafträder wieder abbauen, weil die so hässlich sind. Nur mal ein kleiner Vorgeschmack auf das, was uns in diesem Wahlkampf erwartet“, schrieb jemand bei X. Ein anderer Nutzer schrieb: „Merz setzt auf sündhaft teure Luftschlösser gegen jeden ökonomischen Verstand.“ Ein weiterer Nutzer kommentierte die Aussagen mit den Worten: „Wow, Merz träumt von Kerfusion-Technik, die langfristig nicht die geringste Chance auf Umsetzung hat.“
RND/dpa/seb



