• Startseite
  • Politik
  • Friedrich Merz will Minister werden: „Möchte gerne zur Mannschaft gehören“

„Möchte gerne zur Mannschaft gehören“: Merz will Minister werden

  • Nach der Bundestagswahl will Friedrich Merz zur neuen Regierung gehören.
  • Dafür bringt sich der CDU-Wirtschaftspolitiker schon jetzt in Stellung.
  • Mit dem Wahlprogramm der Union ist er zufrieden.
Anzeige
Anzeige

Berlin. Der CDU-Wirtschaftspolitiker Friedrich Merz hat sich für eine Führungsrolle in einer möglichen nächsten Regierung in Stellung gebracht. Einen Tag, nachdem die Union ihr Wahlprogramm vorgestellt hat, sagte Merz der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“: „Ich möchte gerne zu der Mannschaft gehören, die mit diesem Modernisierungsanspruch am 26. September die Bundestagswahl gewinnt.“

Im Wahlprogramm von CDU und CSU - Merz hatte daran mitgeschrieben - würden „sehr substantielle Dinge angesprochen, auch Dinge, die man vielleicht in den letzten Jahren hätte machen können und vielleicht sogar machen müssen“, betonte er. Die Frage, ob er im Falle eines Wahlsieges lieber Finanz- oder Wirtschaftsminister werden würde, beantwortete Merz ausweichend. Wer nach der Wahl welche Rolle übernehme, würde dann entschieden, wenn das Regierungsprogramm stehe.

Anzeige

Insgesamt zeigte sich der 65-Jährige zufrieden mit der Agenda der Union. „Das ist eine gute Balance, die da gelungen ist“, sagte Merz dem Fernsehsender „Phoenix“. „Wir brauchen wieder kräftiges Wachstum. Darauf haben wir unser Augenmerk gerichtet.“ Mit Blick auf die geringen Finanzierungsspielräume der nächsten Jahre seien nun „Kreativität und Phantasie in Zeiten knapper Kassen“ gefragt. „Es lässt sich nicht alles finanzieren, aber das Wichtigste für Wachstum, Beschäftigung und Erhalt der Arbeitsplätze in Deutschland muss gemacht werden“, unterstrich Merz.

Anzeige
Hauptstadt Radar Der RND-Newsletter aus dem Regierungsviertel mit dem 360-Grad-Blick auf die Politik im Superwahljahr. Immer dienstags, donnerstags und samstags.

Die Union habe sich vor allem mit dem Abbau von zu viel Bürokratie beschäftigt. Rechtswege müssten vereinheitlicht und wo notwendig auch verkürzt werden, forderte Merz. „Geld ist das kleinere Problem. Das größere Problem ist, dass es alles viel zu lange dauert, dass zum Beispiel die ganzen Planungsverfahren zu lange dauern, dass wir uns mit Bürokratie zu lange beschäftigen.“ Im Wahlprogramm sei daher ausdrücklich verankert, den Umfang der gesamten Verbändebeteiligung kritisch zu überprüfen, „so dass nicht jede Minderheit in diesem Land jedes Projekt über Jahre verhindern kann“.

Anzeige
Video
Keine Steuererhöhungen: CDU und CSU stellen Wahlprogramm vor
1:11 min
Rund 100 Tage vor der Wahl stellen CDU und CSU als letzte der großen Parteien am Montag ihr Wahlprogramm vor.  © dpa

Zudem forderte Merz, die betriebliche und private Altersversorgung deutlich zu verbessern. Die gesetzliche Rentenversicherung allein könne den Lebensstandard im Alter nicht sichern. „Die Fehler der Riester-Rente werden wir nicht wiederholen“, sagte der CDU-Politiker. Die Union wolle daher eine kapitalgedeckte Altersversorgung, für die der Staat in den ersten 18 Lebensjahren eines Kindes einen gewissen Beitrag einzahlt. „Das ist nicht billig, aber es wird am Ende dazu führen, dass wir wirklich das Problem der Altersarmut in Deutschland und das Problem, dass sich so viele sozial Schwache eine solche kapitalgedeckte Altersversorgung nicht leisten können, Generationen übergreifend lösen.“ Diese Entscheidung sei ein „großer Schritt“ in der Rentenpolitik der Union.

Merz, der im Sauerland für den Bundestag kandidiert, war im Rennen um den CDU-Vorsitz knapp an Armin Laschet gescheitert. Seither unterstützt er den Parteichef. Seine Chancen auf eine herausgehobene Position nach der Wahl dürften sich dadurch erhöhen.

RND/tdi

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen