Kandidat für CDU-Vorsitz: Merz wirbt für Bündnis mit den Grünen

  • Überraschendes Bekenntnis: Friedrich Merz, Bewerber um den CDU-Vorsitz, könnte sich ein Bündnis mit den Grünen vorstellen.
  • Er selbst will die Wähler vom Schritt zur Versöhnung zwischen Ökologie und Ökonomie überzeugen.
  • Damit kommt er dem Profil von Konkurrent Armin Laschet ziemlich nah.
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Berlin. Friedrich Merz kann sich eine schwarz-grüne Koalition unter seiner Führung vorstellen. Das sagte er im Gespräch mit dem “Spiegel”. “Ich traue mir zu, das Unionsprofil in einer Konstellation mit den Grünen klar erkennbar zu machen und dafür zu sorgen, dass wir nicht nur wirtschafts- und finanzpolitisch vernünftige Dinge beschließen, sondern auch in den gesellschaftspolitischen Fragen”, sagt er dem Magazin.

Schwarz-grün am Frühstückstisch

Merz zufolge ist es gut möglich, dass Schwarz-Grün oder eine Jamaika-Koalition nach der Wahl die einzigen stabilen Optionen sein könnten. Die Koalition mit der SPD sollte seine Partei dagegen nicht fortsetzen. Auf die Frage, ob seine Kinder Sympathien für die Grünen hegten, sagte er: “Schwarz-Grün sitzt doch in vielen bürgerlichen Familien längst am Frühstückstisch.”

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Eigene Wähler nicht vernachlässigen

Im Wahlkampf will Merz dennoch in erster Linie auf die eigenen Wähler setzen und Rücksicht darauf nehmen, dass nicht alle mit Umweltthemen sympathisieren. “Aber die Frage, wer unsere eigenen Wähler davon überzeugen kann, dass wir einen mutigen Schritt nach vorn machen müssen, etwa beim Thema der Versöhnung von Ökologie und Ökonomie, die kann ich vielleicht ganz gut beantworten.”

Ein gelungenes Beispiel für eine schwarz-grüne Koalition sieht er in der hessischen Regierung, fügte Merz noch hinzu.

RND/lhen

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