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CDU-Chef besorgt

Friedrich Merz: „‚Cancel Culture‘ ist die größte Bedrohung für die Meinungsfreiheit“

CDU-Chef Friedrich Merz sorgt sich wegen der um sich greifenden „Cancel Culture“.

CDU-Chef Friedrich Merz sorgt sich wegen der um sich greifenden „Cancel Culture“.

Hannover/Berlin. CDU-Chef Friedrich Merz sieht die Meinungsfreiheit in Deutschland als gefährdet an. „Die größte Bedrohung für die Meinungsfreiheit ist aus meiner Sicht inzwischen die Zensurkultur, die man im angel­sächsischen Sprachgebrauch auch ‚Cancel Culture‘ nennt“, sagte der Unions­fraktions­chef im Interview mit der „Welt“. „Ich sehe mit größter Besorgnis, was an den Universitäten in den USA passiert; das schwappt jetzt auch nach Europa über.“

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Das jüngste Beispiel dafür sei der Geschlechtervortrag einer Biologin an der Humboldt-Universität in Berlin gewesen, der nach Drohungen einiger Studenten und Studentinnen von der Universität zunächst abgesagt, später aber dann unter Sicherheits­vorkehrungen doch nachgeholt worden war. „Das ist das Gegenteil von Wissenschafts­freiheit und legt die Axt an eine der wichtigsten Errungenschaften einer aufgeklärten Gesellschaft“, betonte Merz.

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Auch dem oft beschworenen „Kampf gegen rechts“ steht der CDU-Chef kritisch gegenüber. „Wenn man sieht, zu welchen Auswüchsen dieser ‚Kampf gegen rechts‘ führt, dann muss man schon sagen: Teile unserer Gesellschaft sind regelmäßig auf einem Auge blind“, sagte der 66-Jährige. „Linke Aktivisten missbrauchen den schwammigen Begriff ‚Kampf gegen rechts‘ auch allzu oft, um gegen völlig legitime Meinungen des demokratischen Spektrums oder sogar wissenschaftliche Erkenntnisse vorzugehen.“

RND/tdi

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