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Merz attackiert CDU-Spitze: Sechs Monate vor Wahl unvorbereitet

  • Die Krise der Union spitzt sich weiter zu.
  • Laut einem Bericht werfen große Teile der Mittelstandsunion der Führungsspitze der CDU Versagen vor.
  • Friedrich Merz sieht die CDU sechs Monate vor der Bundestagswahl nicht ansatzweise vorbereitet.
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Berlin. Der frühere Unionfraktionschef Friedrich Merz hat den Zustand der Führungsspitze der CDU sowie ihren Umgang mit den Landtagswahlergebnissen in Baden-Württtemberg und Rheinland-Pfalz scharf kritisiert. „Schon die Ergebnisse am Sonntag waren nicht schön. Aber dass am Montag von der Parteispitze so gar keine Reaktion gekommen ist und alle so tun, als sei praktisch nichts passiert, das finde ich irritierend“, sagte Merz laut einem Bericht des „Spiegel“ in einer internen Videoschalte der Mittelstandsunion (MIT).

Er warf der CDU demnach vor, sechs Monate vor der Bundestagswahl unvorbereitet zu sein. Sowohl inhaltlich als auch personell sei sie noch immer nicht klar aufgestellt. „Wie soll das gehen? Wie soll das funktionieren?“, zitiert ihn das Nachrichtenmagazin weiter.

Kritik an Passivität der CDU-Spitze

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Während der Schalte habe in der MIT-Führung weitgehend „Fassungslosigkeit“ über die gegenwärtige Lage der Union geherrscht, berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf Teilnehmerkreise. Vor allem die Passivität der CDU-Spitze sei Gegenstand von Kritik gewesen. Etliche Redner hätten vor allem CDU-Chef Armin Laschet Planlosigkeit vorgeworfen. Doch auch die Bundesregierung ist laut Bericht scharf kritisiert worden. Ihr seien schwere Versäumnisse im Umgang mit der Corona-Pandemie vorgeworfen worden. Einige hätten eine Kabinettsumbildung und den Rückzug von Kanzlerin Angela Merkel gefordert, heißt es weiter.

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Die CDU hatte sowohl bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg als auch in Rheinland-Pfalz herbe Verluste hinnehmen müssen. Im Südwesten schnitt sie mit einem historisch schlechten Wahlergebnis ab. Auch ist weiterhin unklar, wen die Union als Kanzlerkandidaten ins Rennen schickt. Nach Ostern wollen CDU-Chef Armin Laschet und der CSU-Vorsitzende Markus Söder diese Frage klären. Seit Wochen wächst zudem die Kritik an der Union, weil immer mehr undurchsichtige Geschäfte von Abgeordneten der Bundestagsfraktion bekannt werden.

RND/cz

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