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Das waren die Preisträger der vergangenen Jahre

  • Zum 100. Mal wird heute der Friedensnobelpreis verliehen, als große Favoritin gilt die Klimaaktivistin Greta Thunberg.
  • Aber wer hat die Auszeichnung in den vergangenen Jahren erhalten?
  • Ein Rückblick.
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Oslo. Die norwegische Nobeljury enthüllt am Freitag um 11 Uhr den Namen des diesjährigen Friedensnobelpreisträgers. Die Auszeichnung gilt als der renommierteste politische Preis der Welt und ist mit neun Millionen schwedischen Kronen (rund 830.000 Euro) dotiert.

Die Jury hat in diesem Jahr die Wahl zwischen 301 Nominierten, unter ihnen 223 Persönlichkeiten und 78 Organisationen. Da die Namen der Kandidaten 50 Jahre lang unter Verschluss gehalten werden, lässt sich über den Preisträger nur spekulieren. Glaubt man den Mutmaßungen von Friedensforschern und den Quoten von Wettanbietern, dann könnte der Preis in diesem Jahr an die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg oder den äthiopischen Ministerpräsidenten Abiy Ahmed gehen.

Thunberg ist das Vorbild der weltweiten Klimaproteste, die seit Monaten unter dem Motto Fridays for Future stattfinden. Abiy ist es gelungen, nach Jahren des Konflikts Frieden mit Äthiopiens bitterem Rivalen Eritrea zu schließen.

Als weitere Favoriten gelten unter anderen der brasilianische Häuptling Raoni Metuktire und Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern sowie Organisationen wie Reporter ohne Grenzen. Der Direktor des Osloer Instituts für Friedensforschung Prio, Henrik Urdal, hat zudem mehrere junge Aktivisten auf dem Zettel – Thunberg findet sich aber nicht darunter.

Aber wer hat in der Vergangenheit den Preis erhalten? In unserer Bildergalerie bekommen Sie einen Überblick über die Preisträger seit 2009.

2018 erhielt die Jesidin Nadia Murad den Friedensnobelpreis. Sie wurde als Geisel der Terrormiliz Islamischer Staat gefangen gehalten und vergewaltigt - wie schätzungsweise 3000 weitere jesidische Mädchen und Frauen. Das hielt sie nicht davon ab, sich für andere Opfer einzusetzen und für sie ihre Stimme zu erheben. Dabei habe sie außergewöhnlichen Mut bewiesen, urteilte auch das Komitee des Friedensnobelpreises und ehrte die damals 26-Jährige.

RND/dpa/das