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Kremlgegner Nawalny gratuliert russischem Nobelpreisträger Muratow „von ganzem Herzen“

  • Kremlgegner Alexej Nawalny hat dem russischen Journalisten Dmitri Muratow zur Auszeichnung mit dem Friedensnobelpreis gratuliert.
  • Der inhaftierte Oppositionelle galt selbst als potenzieller Preisträger.
  • Die Entscheidung des Nobelkomitees sorgte anschließend für Diskussionen in Russland.
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Moskau. Der inhaftierte Kremlgegner Alexej Nawalny hat dem russischen Journalisten Dmitri Muratow zur Auszeichnung mit dem Friedensnobelpreis beglückwünscht. Er gratuliere Muratow „von ganzem Herzen“, hieß es am Montag auf Nawalnys Twitterseite. Der 45-Jährige, der seit Monaten unweit von Moskau in einem Straflager sitzt, war zuvor selbst als möglicher Preisträger gehandelt worden.

Das norwegische Nobelkomitee hatte den Friedensnobelpreis am Freitag an Muratow – Chefredakteur der kremlkritischen Zeitung „Nowaja Gaseta“ – sowie an die philippinische Journalistin Maria Ressa vergeben. Mit der Auszeichnung der beiden Medienvertreter soll die Bedeutung des Schutzes der Meinungs- und Pressefreiheit für Demokratie und Frieden unterstrichen werden.

Unterstützer hofften auf Friedensnobelpreis für Nawalny

Nach Bekanntgabe der Entscheidung war in Russland eine Diskussion darüber entbrannt, ob Muratow die beste Wahl für den Preis sei. Besonders Nawalnys Unterstützer hofften darauf, dass der Oppositionelle, der im vergangenen Jahr nur knapp einen Giftanschlag überlebt hatte, damit ausgezeichnet werden würde – zumal der Oppositionspolitiker zuletzt mehrere internationale Preise erhalten hatte. Auch Muratow erklärte, er hätte bei der Vergabe des Friedensnobelpreises für Nawalny gestimmt.

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Der prominente russische Oppositionspolitiker war Anfang des Jahres in einem international teils heftig kritisierten Gerichtsverfahren zu mehreren Jahren Lagerhaft verurteilt worden. Zudem drohen ihm in Russland noch weitere Prozesse, die seine Haftzeit erheblich verlängern könnten. Am Montag verkündete Nawalny, dass er im Lager nicht mehr länger als fluchtgefährdet eingestuft werde. Stattdessen werde er nun als „Extremist“ und „Terrorist“ geführt.

RND/dpa

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