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Protest vor der SPD-Zentrale

Fridays for Future fordert Gasembargo: „Fossile Energien sind der Zunder in diesem Krieg“

Luisa Neubauer (links) und Ilyess El Kortbi (Zweiter von rechts) fordern mit weiteren Klimaaktivisten ein Importstopp von russischem Gas und Öl.

Luisa Neubauer (links) und Ilyess El Kortbi (Zweiter von rechts) fordern mit weiteren Klimaaktivisten ein Importstopp von russischem Gas und Öl.

Berlin. Der Ort war mit Kalkül gewählt, und die Botschaft sollte direkt an Bundeskanzler Olaf Scholz und die Regierungspartei SPD gehen. Zum internationalen „Earth Day“ forderten Aktivisten der Klimaschutzbewegung „Fridays for Future“ am Freitag mit Plakaten und Bannern ein Energieembargo gegen Russland.

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Die Aktivistin Luisa Neubauer sagte, es bestehe eine direkte Verbindung zwischen dem Kauf russischer fossiler Energien und dem russischen Krieg in der Ukraine.

„Fossile Energien zentrieren Macht. Sie sind der Zunder in diesem Krieg.“ Erneuerbare Energien bezeichnete Neubauer als „Friedensenergien“. Sie würden Autokraten wie Kremlchef Wladimir Putin entmachten.

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„Welchen Preis hat kein Embargo?“

Auch Neubauer sieht nach eigenen Angaben die sozialen und ökonomischen Verwerfungen, die aus einem Importstopp für russisches Gas resultieren würden, stellt dem allerdings die Konsequenzen für die ukrainische Zivilbevölkerung durch den Krieg gegenüber: „Ja, es ist ein riesengroßer Preis, doch welchen Preis hat kein Embargo?“

Wenn die Bundesregierung der deutschen Bevölkerung kein Embargo zutrauen würde, dann würde das vor allem heißen, dass sie es sich selbst nicht zutraue, ein solches verträglich umzusetzen, so Neubauer.

Die Forderungen nach Frieden und Gerechtigkeit wurden bei der Aktion mehrsprachig auf Deutsch, Englisch, Russisch und Ukrainisch vorgetragen. Unter den Demonstrierenden waren auch ukrainische und russische Aktivisten, die wegen des Krieges nach Deutschland gekommen sind.

Aktivisten aus der Ukraine und Russland fordern Öl- und Gasembargo

Sie appellierten an die Verantwortung der Bundesregierung aufgrund der deutschen Geschichte. Der ukrainische Aktivist Ilyess El Kortbi verwies auf die deutschen Gräueltaten während des Zweiten Weltkriegs. Die Begründung der Bundesregierung, dass ein Öl- und Gasembargo gegen Moskau Deutschland in die Rezession treiben würde, sei er leid. Er appellierte an die Bundesregierung: „Handelt einfach!“

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Arshak Makichyan, der aus Angst vor russischen Repressionen Moskau verlassen hat und nun in Berlin wohnt, berichtete, er habe drei Jahre in Russland für mehr Klimaschutz demonstriert, dies sei nun nicht mehr möglich. In Deutschland hätten die Menschen hingegen die Möglichkeit, Einfluss auf die Politik zu nehmen.

Makichyan ist nicht nur wegen des Kriegs in der Ukraine für ein Embargo, sondern auch, weil russisches Öl und Gas das Regime in Moskau stützten.

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