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Französische Regierung bleibt bei Rentenreform - verschiebt sie aber

  • Wochenlang waren in Frankreich Menschen gegen die geplante Rentenreform auf die Straße gegangen.
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Paris. Die französische Regierung verschiebt wegen der Wirtschaftskrise durch die Coronavirus-Pandemie ihre Rentenreform. Premierminister Jean Castex gab am Freitag bekannt, dass die Reform “beibehalten” werde. Die Regierung wird ihm zufolge aber nicht darauf dringen, dass sie in diesem Sommer fertiggestellt wird. Die Reform hatte wochenlange Streiks und Proteste von Gewerkschaften hervorgerufen.

Die Gewerkschaften rechnen damit, dass nach dem Regierungsvorhaben Arbeitnehmer länger arbeiten müssten und dabei weniger Geld bekämen. Die Reform würde Regelungen einstellen, nach denen zum Beispiel Bahnarbeiter frühzeitig in den Ruhestand dürfen und Anwälte weniger Steuern zahlen. Präsident Emmanuel Macron bezeichnet das geplante Rentensystem als gerechter.

Die Regierung hatte vor, das Reformgesetz bis zum Sommer zu verabschieden. Die französische Wirtschaft wird voraussichtlich in diesem Jahr um mindestens elf Prozent schrumpfen. Paris konzentriert sich jetzt auf ein Paket zur wirtschaftlichen Erholung in Höhe von 100 Milliarden Euro.

RND/AP

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