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Franziska Hoppermann will CDU-Generalsekretärin werden: „Weil ich mir das zutraue“

  • Die 39-jährige neue Bundestagsabgeordnete aus Hamburg möchte CDU-Generalsekretärin werden, wenn Norbert Röttgen die Kampfkandidatur um den Parteivorsitz gewinnt.
  • Bei ihrem ersten Auftritt vor den Medien hat sie Selbstbewusstsein und Schlagfertigkeit bewiesen.
  • Ihre Liebe gehört ihrem Mann, ihrem Sohn und der Musik. Ein Kurzporträt.
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Berlin. Franziska Hoppermann ist das, was man in der Bundespolitik ein „unbeschriebenes Blatt“ nennt. Bis Freitag. Denn Norbert Röttgen hat bei seiner Ankündigung, dass er erneut für den CDU-Vorsitz kandidieren wird, seine potenzielle Generalsekretärin mitgebracht. Und die 39-jährige neue Bundestagsabgeordnete aus Hamburg hat gleich ein paar Pflöcke eingeschlagen.

Eine selbstbewusste Frau

Zum Beispiel diesen: Es solle nicht despektierlich klingen, sagt ein Journalist, aber er wolle gern fragen, warum sie sich als bisherige Kommunalpolitikerin aus Hamburg-Wandsbek zutraue, Generalsekretärin einer schwankenden Volkspartei zu werden. Schlichte Antwort einer selbstbewussten Frau: „Weil ich mir das zutraue.“

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Zuvor hatte sie in ihrer kurzen Vorstellung, woher sie kommt, was sie will und was sie liebt, erklärt, dass ihr die Aufgabe Respekt einflöße. Das muss als demütige Geste einer Frau reichen, die bereits seit 22 Jahren in der Partei ist, Ämter in der Hamburger CDU und der Frauen-Union bekleidet und schon immer ihren Großvater, den langjährigen CDU-Bundestagsabgeordneten Carl Damm, für seine Politik bewundert hat.

Sie wolle mithelfen, die CDU zu einer modernen, schlagkräftigen Partei zu machen. Dazu zählten: Wohlstand für alle, Freiheit, Leistung, Nächstenliebe, Chancengleichheit, Patriotismus, Strukturen zur Vereinbarkeit von Kind und Karriere. Sie ist katholisch, verheiratet und hat einen Sohn. Sie ist Diplomkauffrau und arbeitete als Beamtin unter anderem als Amtsleiterin in der Hamburger Behörde für Justiz und Verbraucherschutz.

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Sie hat einen Plan

Und sie ist leidenschaftliche Musikerin. Auf ihrer Homepage steht dazu: „Seit meinem vierten Lebensjahr spiele ich Klavier. Mit elf Jahren habe ich begonnen, in Oratorienchören zu singen. Ein Jahr später begann ich, Cello zu spielen. Nach einigen Jahren Gesangsausbildung singe ich solistisch, in klein besetzten Vokalensembles und größeren Kammerchören Gottesdienste und Konzerte, so zum Beispiel 2019 mit Kent Nagano in der Elbphilharmonie im Rahmen der Akademiekonzerte der Philharmoniker.“

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Wie sie die Wahlkampfkampagne der CDU fand, wird sie noch gefragt. Von dieser seien nicht alle „bis ins Letzte überzeugt gewesen“. Man müsse sich die Aufstellung der CDU-Parteizentrale in Berlin anschauen und sich mit allen Landesverbänden vor den vier Landtagswahlen im nächsten Jahr zusammensetzen. Die Frau hat offensichtlich einen Plan. Und Lust auf eine Konfrontation mit Anstand. Sie sagt: „Ich mag scharfe Auseinandersetzungen in der Sache.“

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