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  • Franziska Giffey verliert Doktortitel: SPD-Politikerin bedauert Fehler

„Diese Entscheidung akzeptiere ich“: Franziska Giffey verliert ihren Doktortitel

  • Die SPD-Politikerin Franziska Giffey verliert ihren Doktortitel.
  • Das hat die Freie Universität Berlin nach langen Diskussionen entschieden.
  • Ihre Ambitionen in der Berliner Landespolitik will die ehemalige Bundesfamilienministerin trotzdem nicht aufgeben.
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Berlin. Die Freie Universität Berlin entzieht der ehemaligen Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) den Doktortitel. Das Präsidium habe dies nach umfassender Beratung einstimmig beschlossen, teilte die Hochschule am Donnerstag nach einer Überprüfung der Dissertation der Berliner SPD-Landesvorsitzenden mit.

Der Doktorgrad sei durch „Täuschung über die Eigenständigkeit ihrer wissenschaftlichen Leistung“ erworben worden, so die Hochschule zur Begründung. Es seien Texte und Literaturnachweise anderer Autorinnen und Autoren übernommen worden, ohne dass dies hinreichend gekennzeichnet worden sei.

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Plagiatsaffäre: Familienministerin Giffey tritt zurück
1:12 min
Hintergrund soll die Diskussion um den Doktortitel der SPD-Politikerin sein.  © Reuters
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„Diese Entscheidung akzeptiere ich“, sagte Giffey in einem von der Berliner SPD verbreiteten Statement. „Nach wie vor stehe ich zu meiner Aussage, dass ich die im Jahr 2009 eingereichte Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen verfasst habe. Fehler, die mir bei der Anfertigung der Arbeit unterlaufen sind, bedauere ich. Diese waren weder beabsichtigt noch geplant.“

Rüge aufgehoben

Nach langen Diskussionen um ihre Doktorarbeit und den Plagiatsvorwürfen gab Giffey im Mai das Amt der Bundesfamilienministerin auf. Sie machte damals bereits öffentlich, dass sie auch bei einem Entzug des Doktortitels an ihrer Spitzenkandidatur für die Abgeordnetenhauswahl in Berlin im September festhalten will. Giffey will als Nachfolgerin von Michael Müller Regierende Bürgermeisterin werden.

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Im Herbst 2019 hatte die FU Giffey wegen Mängeln in ihrer Dissertation eine Rüge erteilt, ihr aber den Titel nicht entzogen. Nach Kritik an diesem Verfahren kündigte die FU eine erneute Prüfung durch ein neues Gremium an. Die Rüge sei aufgehoben worden, teilte die Hochschule am Donnerstag weiter mit.

Giffey hatte wiederholt erklärt, sie habe die Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben. „Ich bedauere, wenn mir dabei Fehler unterlaufen sind.“ Im vergangenen November – noch während des Prüfverfahrens an der FU – hatte sie entschieden, den Doktortitel nicht mehr zu führen.

RND/dpa/tdi

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