Frankreichs Präsident Macron kritisiert Spaltungen in EU

  • Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat eingeräumt, dass sich beim EU-Gipfel in Brüssel eine gewisse Spaltung der EU gezeigt hat.
  • Es gebe an manchen Stellen unterschiedlichen Auffassungen von Europa.
  • Er sei aber froh, mit Kanzlerin Merkel auf der "Seite der Ambition und Kooperation" zu stehen.
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Brüssel. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat eingeräumt, dass sich beim EU-Gipfel in Brüssel eine gewisse Spaltung der EU gezeigt hat.

“Diese lange Verhandlung war geprägt von Schwierigkeiten, manchmal von Gegensätzen, von unterschiedlichen Auffassungen von Europa”, sagte Macron am Dienstagmorgen in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Er sei aber erfreut darüber, dass er mit Merkel stets auf der “Seite der Ambition und Kooperation” gestanden habe.

Macron spielte mit seinen Äußerungen offensichtlich auf den erbitterten Widerstand an, den Politiker wie Österreichs Kanzler Sebastian Kurz und der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte gegen die Pläne für das riesiges Corona-Hilfspaket geleistet hatten.

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Erleichterung in Brüssel nach Einigung der EU-Staaten
1:43 min
Die 27 Regierungen haben sich nach tagelangen Verhandlungen auf ein Finanzpaket über 750 Milliarden geeinigt.  © Reuters
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Ihnen war es dabei vor allem darum gegangen, so wenig wie möglich Zuschüsse zu vergeben. Die Summe dafür wurde letztlich von 500 auf 390 Milliarden Euro reduziert.

Macron zeigte sich dennoch zufrieden über das mit Krediten 750 Milliarden Euro schwere Paket. “Der Aufbauplan (...) ist eine historische Veränderung für unser Europa und unsere Eurozone”, sagte der Franzose.

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Er hob hervor, dass sich die EU zum ersten Mal in ihrer Geschichte im großen Umfang gemeinsam verschulden will. Die gemeinsame Verschuldung sei für ihn der geschichtsträchtigste Teil der Einigung.

RND/cle/dpa

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