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Gutachten belegt: Offizier Franco A. schrieb rassistische Masterarbeit

Der Angeklagte Franco A. sitzt am dritten Prozesstag im Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt und wartet auf den Beginn der Verhandlung.

Der Angeklagte Franco A. sitzt am dritten Prozesstag im Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt und wartet auf den Beginn der Verhandlung.

Frankfurt/Main. Der unter Terrorverdacht stehende Bundeswehroffizier Franco A. hat nach Einschätzung eines Gutachters eine eindeutig rechtsextreme, rassistische und antisemitische Masterarbeit abgefasst. Das im Januar 2014 von einem Historiker erstellte Gutachten wurde am Donnerstag im Prozess gegen den 32-Jährigen vor dem Oberlandesgericht Frankfurt verlesen. Demnach verfasste der Angeklagte keine wissenschaftliche Arbeit, sondern entwarf eine Verschwörungstheorie. Die rund 140 Seiten umfassende Arbeit mit dem Titel „Politischer Wandel und Subversionsstrategie“ wurde zurückgewiesen, A. fertigte eine neue an.

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“Explizit rassistisches Vokabular”

Die Arbeit sei pseudowissenschaftlich, heißt es in dem Gutachten. Sie habe appellativen Charakter und rufe zu gewaltsamem Widerstand auf. Der Verfasser schwadroniere über Volk, Nation und Rassenkampf, bezeichne Demokratie und Menschenrechte als Gefahr. Dabei benutze er „explizit rassistisches Vokabular“, das an NS-Propaganda erinnere. Der Gutachter bezeichnete A.s Rhetorik als gefährlich, da sie seine Haltung anschlussfähig über das rechte Milieu hinaus machen könne. Zu dem Gutachten äußern wird sich A. voraussichtlich beim nächsten Prozesstag kommenden Donnerstag.

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Dem aus Offenbach stammenden A. wird unter anderem die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat zur Last gelegt. Er soll Anschläge auf Politiker geplant und ein Doppelleben als angeblicher syrischer Flüchtling geführt haben. Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe zum größten Teil.

RND/dpa

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