Franco A. gesteht Besitz von Waffe, Munition und Sprengkörpern

  • Im Prozess um den terrorverdächtigen Franco A. hat dieser den Besitz von Waffen zugegeben.
  • Diese selbst zu verwenden sei allerdings nicht sein Motiv gewesen.
  • Der ehemalige Soldat bestreitet weiterhin die Planung eines Terroranschlags.
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Frankfurt/Main. Im Prozess wegen Terrorverdachts hat der angeklagte Bundeswehroffizier Franco A. den Besitz einer Waffe sowie von Munition und Sprengkörpern eingeräumt. Er bestritt zugleich am Freitag vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main die Planung von Terroranschlägen. Sein Motiv sei nicht gewesen, die Waffe, die Munition oder die Sprengkörper „tatsächlich für mich zu verwenden“, sagte der Angeklagte. Er betrachte es aber als nachvollziehbar, dass dieser Verdacht aufgekommen sei.

Die Bundesanwaltschaft wirft dem 32-Jährigen vor, er habe sich aus einer rechtsextremistischen Gesinnung heraus eine falsche Identität als syrischer Flüchtling zugelegt, um geplanten Anschläge als Terrorakte eines anerkannten Asylbewerbers darzustellen und so das Vertrauen in die Asylpolitik zu erschüttern. Dazu soll er sich laut Anklage insgesamt vier Schusswaffen, über 1000 Schuss Munition sowie mehr als 50 Sprengkörper beschafft haben.

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Franco A.: Das wurde bei der Hausdurchsuchung des Komplizen beschlagnahmt
1:23 min
Im Fall Franco A. liegt dem RND nun eine Liste mit den Waffenteilen und Munitionstypen vor, die bei einer Hausdurchsuchung sichergestellt worden sind.  © RND

Dass er ein Doppelleben als Flüchtling geführt hatte, hatte A. bereits vor Gericht eingeräumt. Am Freitag bestritt der Angeklagte, Rechtsextremist zu sein.

RND/dpa

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