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Umfrage: Zwei Drittel der Ungeimpften wählen AfD oder „Querdenker“-Partei „Die Basis“

Ein Schild mit der Aufschrift „Ich will keine Impfung" steht am Rande einer Kundgebung von Anhängern von Verschwörungstheorien zur Corona-Krise im Dresdner Großen Garten auf einer Wiese (Archivbild).

Ein Schild mit der Aufschrift „Ich will keine Impfung" steht am Rande einer Kundgebung von Anhängern von Verschwörungstheorien zur Corona-Krise im Dresdner Großen Garten auf einer Wiese (Archivbild).

Zwei von drei ungeimpften Wählerinnen und Wählern in Deutschland geben ihre Stimme laut einer Umfrage des Forsa-Instituts Parteien des rechten politischen Spektrums. Das berichtet der „Spiegel“.

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Die Hälfte der 3048 Befragten hat demnach bei der diesjährigen Bundestagswahl die AfD gewählt. Unter Ungeimpften wäre der Stimmenanteil der in Teilen rechtsextremen Partei damit fast fünfmal so hoch wie in der Gesamtbevölkerung. Denn bei der Wahl im September kam die AfD auf 10,3 Prozent der Zweitstimmen.

Hinzu kommt die „Querdenker“-Partei „Die Basis“, für die 15 Prozent der Befragten votierten. Bei der Bundestagswahl schaffte es die Neupartei lediglich auf 1,4 Prozent aller Stimmen.

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SPD und CDU unter Ungeimpften unbeliebt

Auch die Freien Wähler stehen in der Gunst der Wählerinnen und Wähler ohne Impfschutz. Immerhin konnte die Partei in der Umfrage ihr Ergebnis der Bundestagswahl (2,4 Prozent) beinahe verdoppeln: 4 Prozent der Ungeimpften haben sich wohl für den Koalitionspartner der CSU in Bayern entschieden.

Die Nochregie­rungsparteien SPD und CDU kamen demnach unter Nichtimmunisierten lediglich auf 5 Prozent, beziehungsweise 6 Prozent im Falle der Christdemokraten. Das amtliche Wahlergebnis der Bundestagswahl weist die Sozialdemokraten als Wahlsieger mit 25,7 Prozent der Zweitstimmen aus, die Union lag auf dem zweiten Platz mit 24,1 Prozent.

FDP und Linke verloren in der Forsa-Umfrage nur leicht gegenüber ihren Ergebnissen der Bundestagswahl. 10 Prozent der Ungeimpften wählten demnach die Liberalen, 4 Prozent gaben ihre Stimme der Linkspartei. Im September stimmten 11,4 Prozent der Wahlberechtigten für die FDP, die Linke schaffte es in den Bundestag, obwohl nur 4,9 Prozent der Zweitstimmen auf sie fielen.

Grüne liegen bei Nichtimmunisierten auf dem letzten Platz

Am unbeliebtesten unter Ungeimpften sind scheinbar die Grünen: Laut Forsa lag die Partei in der Umfrage nur bei 3 Prozent, demgegenüber steht das offizielle Wahlergebnis von 14,8 Prozent aus dem September.

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Auftraggeber der Studie war offenbar das Bundes­gesund­heits­ministerium, das die Ergebnisse bereits vor mehreren Wochen veröffentlicht hatte. Allerdings ließ das Ministerium dabei die Parteienpräferenzen der Ungeimpften aus, denn diese wären nicht Teil des Auftrags gewesen, teilte das Gesundheit­sministerium mit. Eigentlich ging es in der Umfrage lediglich um die Gründe für die fehlende Inanspruchnahme der Corona-Schutzimpfung (PDF). Forsa bestätigte dem „Spiegel“, dass man die Parteienpräferenz eigenständig mit aufgenommen hätte. Die Befragung wurde zwischen Ende September und Mitte Oktober durchgeführt.

RND/sic

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