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  • Flüchtlingslager Moria auf Lesbos: Weiteres Feuer ausgebrochen – Migranten blockieren Straße

Erneut Feuer in Moria ausgebrochen – Migranten blockieren Straße

  • Die Katastrophe von Moria geht weiter.
  • Am Abend nach den verheerenden Bränden in dem Flüchtlingslager auf der Insel Lesbos sind erneute Feuer ausgebrochen.
  • Die Flammen wüteten in Teilen des Lagers, die zuvor verschont geblieben waren.
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Athen. Nach dem verheerenden Großbrand im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist dort am Mittwochabend ein neues Feuer ausgebrochen. Die Flammen erfassten Teile des Camps, die in der Nacht zuvor verschont geblieben waren, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AP vor Ort sehen konnte. Viele von denjenigen, die noch dort ausgeharrt hatten, flüchteten mit ihren Habseligkeiten.

Später warfen etwa 4000 Migranten Steine auf die Polizei und blockierten eine Straße, wie die Polizei mitteilte. Die Beamten reagierten mit Tränengas. Berichte über Verletzte oder Festnahmen gab es nicht. Die Migranten waren auf dem Weg vom Lager in den Hafen Mytilini, von wo sie aufs Festland gebracht werden sollten. Die Polizei erklärte, einige hätten auf Feldern Feuer angezündet.

Video
Überfülltes Flüchtlingslager Moria auf Lesbos niedergebrannt
2:28 min
Auf der Insel wurde laut Medienberichten der Notstand ausgerufen. Die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl forderte die Bundesregierung zum sofortigen Handeln auf.  © Reuters
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Die griechische Regierung geht davon aus, dass das Feuer am Tag zuvor gelegt worden war. Anlass war demnach der Unmut der Bewohner über die Abriegelung des Lagers und die Quarantäneanordnung für 35 Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet worden waren.

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In dem für 2750 Bewohner ausgelegten Lager lebten zuletzt mehr als 12.500 Flüchtlinge und Migranten. Hilfsorganisationen kritisieren die Bedingungen dort seit Langem als unmenschlich.

RND/AP

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