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Syrien: Fünfjährige Kanadierin beschäftigt UN-Menschenrechtler

  • Eine fünfjährige Kanadierin sitz im überfüllten Flüchtlingslager Al-Hol in Nordost-Syrien fest.
  • Die Eltern des Mädchens, mutmaßlich Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat, wurden bei einem Luftangriff getötet.
  • Der Fall beschäftigt nun UN-Menschenrechtler.
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Genf. Ein fünfjähriges Mädchen, dessen getöteten Eltern Terrorverbindungen nachgesagt werden, beschäftigt UN-Menschenrechtler in Genf. Kanada müsse sich dringend um die Rettung der kleinen Amira aus Syrien einsetzen, forderten Menschenrechtsexperten am Mittwoch.

Das Mädchen sitzt im völlig überfüllten Flüchtlingslager Al-Hol im Nordosten Syriens fest. Dort halten syrische Kurden unter anderem Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) fest. Zwei Drittel der mehr als 60.000 Lagerbewohner sind nach Angaben von Hilfsorganisationen Minderjährige. Darunter sind nach Schätzungen auch mehrere Dutzend Kinder mit deutscher Staatsbürgerschaft.

“Unmenschliche Zustände”

Nach Angaben der Experten wurden die Eltern der Kleinen, die Anhänger des IS gewesen sein sollen, bei einem Luftangriff 2019 getötet. Das Kind sei daraufhin in das Lager gebracht worden.

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“Die Zustände dort sind unmenschlich”, erklärten die Experten. Es gebe weder genug zu essen noch Sanitäranlagen oder medizinische Versorgung. Kinder seien Gewalt und Ausbeutung ausgesetzt. “Kinder wie Amira sollten in erster Linie als Opfer betrachtet und auch so behandelt werden”, forderten die Experten. “Sie sollten nicht für angebliches Verhalten oder Überzeugungen ihrer Eltern bestraft werden.”

RND/dpa

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