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  • Flüchtlinge kentern vor Libyen: Mindestens 24 Menschen im Mittelmeer ertrunken

Mittelmeer: Mindestens 24 Tote nach Schiffsunglück vor Libyen

  • Bei einem weiteren Unglück vor Libyen sind mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen.
  • Eins von drei Booten mit Migranten war vor der libyischen Küste gekentert.
  • 45 Überlebende wurden am Montag zurück nach Libyen gebracht, von wo aus sie nach Europa geflüchtet waren.
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Kairo. Beim Untergang eines Migrantenbootes auf dem Mittelmeer sind wahrscheinlich mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Sie seien ertrunken, nachdem ihr Boot vor der libyschen Küste gekentert sei, sagte die Sprecherin der Internationalen Organisation für Migration, Safa Msehli, am Dienstag der Nachrichtenagentur AP. Die Küstenwache habe zunächst zwei Leichen geborgen. Man gehe davon aus, dass die 22 noch Vermissten nicht überlebt haben.

Msehli sagte, die Küstenwache habe am Montag drei Boote gestoppt, von denen eines gekentert sei. Mindestens 45 Überlebende seien an die Küste zurückgebracht worden. Es handle sich ausschließlich um Männer, größtenteils aus Ägypten und Marokko.

IOM-Sprecherin beklagt Behinderung von NGOs

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Das Unglück in der Nacht auf Dienstag unterstreiche die Dringlichkeit, mehr Seenotrettungsschiffe ins Mittelmeer zu schicken, erklärte die IOM. “Diese neue Tragödie zeigt einmal mehr die Notwendigkeit, Such- und Rettungskapazitäten im Mittelmeer auszubauen”, sagte Msheli. Doch stattdessen würden Nichtregierungsorganisationen behindert.

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Ungezählte Migranten und Flüchtlinge versuchen immer wieder, in kaum seetüchtigen Gefährten das Mittelmeer zu überqueren, um Europa zu erreichen. Dabei ist Libyen eine wichtige Durchgangsstation geworden, weil es in dem von Kämpfen zerrissenen Land kaum noch funktionstüchtige staatliche Strukturen gibt. Insgesamt starben 2020 laut IOM 178 Menschen auf der zentralen Mittelmeerroute, die von Libyen nach Italien und Malta führt. Weitere 222 Menschen würden vermisst.

RND/AP/epd

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