Flüchtlinge: Bamf sieht sich für neue Asylsuchende gerüstet

  • An der türkisch-griechischen Grenze sammeln sich Flüchtlinge, die in die EU wollen.
  • Das Nürnberger Bundesamt für Migration und Flüchtlinge betont nun, dass es noch freie Kapazitäten habe.
  • Die Zahl der offenen Fälle bei den Asylverfahren beträgt derzeit 58.000 – 2016 war sie etwa 15-mal höher.
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Berlin. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hat angesichts der aktuellen Situation an der türkisch-griechischen Grenze betont, dass es für den Zuzug weiterer Flüchtlinge nach Deutschland ausreichend gerüstet sei. “Die Asylantragszahlen bewegen sich derzeit auf dem Niveau des Vorjahres”, sagte ein Sprecher dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). “Das Bundesamt wäre darauf vorbereitet, auch eine größere Zahl von Asylanträgen zeitnah zu bearbeiten.”

Die Zahl der beim Bamf anhängigen Asylverfahren liege aktuell bei rund 58.000, fügte er hinzu. Allerdings werde diese wegen der Neuankommenden niemals auf null sinken. Das Bundesamt gehe „bei gleichbleibenden Zugangszahlen von einem Umlaufbestand von etwa 50.000 Asylverfahren aus“.

Unterbringung Sache der Länder

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Zu Fragen der Unterbringung von Flüchtlingen wollte sich der Sprecher nicht äußern. Er verwies auf die dafür zuständigen Bundesländer.

2015 und später hatte das Amt enorme Probleme, die Zahl der Anträge zu bewältigen. Denn 2015 waren es rund 476.000, 2016 dann sogar über 745.000. Infolgedessen wurde das Personal massiv aufgestockt.

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