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First Lady sauer: Trump-Sohn Barron in Kongress-Anhörung genannt

  • Ein mehr oder minder gelungenes Wortspiel einer Juraprofessorin während der Impeachment-Anhörung am Mittwochabend (Ortszeit) sorgt für Aufregung.
  • Die Juristin hatte Trump-Sohn Barron während der Anhörung namentlich genannt.
  • Das wiederum trieb dessen Mutter, First Lady Melania, auf die Zinne.
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Washington. Kinder haben nach Ansicht der amerikanischen First Lady Melania Trump ein absolutes Recht auf Privatsphäre und dürfen nicht zu politischen Zwecken instrumentalisiert werden. Sie erklärte, die Juraprofessorin Pamela Karlan, die ihren Sohn Barron während einer Anhörung im Kongress zu einem Teil ihrer politischen Argumentation gemacht habe, "sollte sich schämen". Karlan sei ganz offensichtlich eine wütende und parteiliche Person, schrieb Donald Trumps Gattin am Mittwoch (Ortszeit) weiter auf Twitter.

Allerdings wiesen Twitter-User direkt auf die Widersprüchlichkeit von Melania Trumps Aussage hin. So schrieb etwa @ShannonWatts "Erinnert ihr euch noch, als Melania Trump ein Foto von sich, Präsident Trump und einem Baby postete, dass zur Vollwaise wurde, weil dessen Eltern bei dem Massaker von El Paso, Texas ermordet wurden?"

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Die Verfassungsrechtlerin Karlan, die an der renommierten Universität Stanford lehrt, war von den Demokraten als Zeugin vor den Justizausschuss des Repräsentantenhauses geladen worden. Karlan wurde zu der Frage angehört, ob die bisherige Sachlage in der Ukraine-Affäre ausreichend sei, um ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Trump einzuleiten. In einer Antwort wollte die Juristin den Unterschied zwischen dem Präsidenten und einem König herausstellen. "Während der Präsident seinen Sohn Barron nennen kann, kann er ihn nicht zum Baron ernennen", sagte sie. Im Publikum war kurz Gelächter zu hören.

Nach der Kritik an ihrer Äußerung durch die First Lady und andere bat Karlan später noch im Verlauf der Sitzung um Entschuldigung für ihre Bemerkung über Trumps Sohn, agte aber auch: "Ich wünschte, der Präsident würde sich auch für all das entschuldigen, was er so gesagt hat." Barron (13) ist Trumps jüngstes und einziges Kind mit Melania. Barron nimmt in der Regel nicht an öffentlichen Auftritten teil, er ist nur bisweilen beim Einsteigen und Aussteigen zu sehen, wenn er mit seinen Eltern gemeinsam fliegt.

In der Anhörung vom Mittwoch warfen die drei von den Demokraten eingeladenen Rechtsprofessoren Trump Vergehen vor, die ihrer Ansicht nach ein Amtsenthebungsverfahren rechtfertigen würden. Ein von Trumps Republikanern geladener Rechtsprofessor, der schon beim Impeachment gegen Bill Clinton beteiligt war, widersprach dagegen und gab dem Präsidenten Rückendeckung.

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RND/dk/dpa