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Milliardendefizit bei Krankenkassen

Holetschek fordert von Bund Eingreifen bei Krankenversicherung

29.03.2022, Bayern, München: Klaus Holetschek (CSU), Gesundheitsminister von Bayern, nimmt nach einer Kabinettssitzung an einer Pressekonferenz teil. Holetschek fordert angesichts der drohenden Finanzlücke bei der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ein schnelles Eingreifen der Bundesregierung.

29.03.2022, Bayern, München: Klaus Holetschek (CSU), Gesundheitsminister von Bayern, nimmt nach einer Kabinettssitzung an einer Pressekonferenz teil. Holetschek fordert angesichts der drohenden Finanzlücke bei der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ein schnelles Eingreifen der Bundesregierung.

Augsburg. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) fordert angesichts der drohenden Finanzlücke bei der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ein schnelles Eingreifen der Bundesregierung, um sprunghaft steigende Beiträge der Versicherten zu verhindern. „Es besteht dringender Handlungsbedarf für Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und Bundesfinanzminister Christian Lindner, sie müssen den Krankenkassen so rasch wie möglich Planungssicherheit für 2023 geben“, sagte Holetschek der „Augsburger Allgemeinen“ am Mittwoch.

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Es wäre verantwortungslos, den bereits jetzt absehbaren Mehrbedarf der gesetzlichen Krankenversicherungen zu ignorieren und auf bessere Zeiten im Herbst zu hoffen, sagte er. Holetschek forderte vom Bund eine umfassende Erstattung versicherungsfremder Leistungen: „Es handelt sich hier um gesamtgesellschaftliche Aufgaben, die nicht allein von den Beitragszahlern finanziert werden dürfen.“

Nach Einschätzung des Instituts für Gesundheitsökonomik (IfG) drohen der gesetzlichen Krankenversicherung im kommenden Jahr 25 Milliarden Euro Defizit, wie die „Bild“-Zeitung berichtet hatte. Vergangene Woche hatte der GKV-Spitzenverband mitgeteilt, für 2023 fehlten Stand heute 17 Milliarden Euro.

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RND/dpa

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