Antisemitismusbeauftragter Klein verurteilt Bombendrohungen

Der Beauftragte der Bundesregierung gegen Antisemitismus, Felix Klein.
Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa/Archivbild
Berlin. Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat die bundesweiten Bombendrohungen gegen Schulen, Medienhäuser und Botschaften „als einen verabscheuungswürdigen Versuch der Einschüchterung“ verurteilt. Noch prüften die Ermittler einen Bezug zu der radikalislamistischen Terrorgruppe Hamas, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Mittwoch).
Hinweise darauf lägen aber vor. „Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, so zeigt sich damit einmal mehr, dass Antisemitismus unsere Gesellschaft als Ganze angreift und seine zerstörerische Kraft sich zwar zuallererst, aber keineswegs ausschließlich gegen Jüdinnen und Juden richtet.“
Bombendrohungen an Schulen in mehreren Bundesländern hatten auch am Dienstag viele Menschen aufgeschreckt und Polizeieinsätze ausgelöst. Die Urheber sind unbekannt, die Hintergründe unklar. Auch ob es einen Zusammenhang zwischen den einzelnen Fällen gibt, ist offen.

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Möglicherweise könne es darum gehen, das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung zu schwächen und Unmut gegen Israel zu schüren, hieß es aus Sicherheitskreisen zur Deutschen Presse-Agentur. Laut Polizei gingen die Drohungen per E-Mail ein. In einigen Fällen wurden in den Schreiben Bezüge zur islamistischen Hamas sowie den Gaza-Krieg hergestellt, in einem Schreiben zum Ukraine-Konflikt.
RND/dpa














