FDP will “Freiraumkonto” für Weiterbildung

  • Weiterbildung - das Thema wird in Zeiten des digitalen Wandels der Arbeitswelt immer wichtiger.
  • Die Frage ist jedoch, wer die Kosten übernimmt.
  • Die FDP startet dazu jetzt eine Initiative im Bundestag.
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Berlin. Die FDP will mit einem „Freiraumkonto“ Beschäftigten in Deutschland mehr Weiterbildung ermöglichen. Das geht aus einem Antrag der Bundestagsfraktion hervor, welcher dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt und an diesem Donnerstag vom Bundestag beraten werden soll.

Das "Freiraumkonto" soll vom Arbeitgeber unabhängig sein. Teile des Bruttolohns, Boni, Überstunden, ungenutzte Urlaubstage sowie Zahlungen des Arbeitgebers sollten darauf steuer- und sozialversicherungsfrei gebucht werden können. Zudem fordert die FDP ein Midlife-Bafög mit einem Höchstsatz von 1000 Euro im Jahr, das bis zu zehn Jahre auf dem Konto angespart werden kann.

"Eine realistische Aufstiegschance"

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FDP-Arbeitsmarktexperte Johannes Vogel sagte dem RND, Bildung und Auszeiten zur persönlichen Fortentwicklung müsse man sich schlicht leisten können. Deshalb sei die Finanzierungsfrage zentral. „Die angesparten Leistungen können auch zur gemeinsamen Fortbildung, Familienzeiten oder zum Beispiel für Sabbaticals verwandt werden, weil auch diese Teil einer mentalen Horizonterweiterung sein können.

Der FDP-Abgeordnete Jens Brandenburg sagte, Midlife-BAföG und finanzierbare Bildungszeiten würden auch Menschen mit kleinem Einkommen „eine realistische Aufstiegschance“ geben.