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FDP-Vize Kubicki: SPD-Kandidat Scholz wird „unter keinen denkbaren Umständen“ Kanzler

  • Es gibt drei Kanzlerkandidaten: Armin Laschet (CDU), Annalena Baerbock (Grüne) und Olaf Scholz (SPD).
  • Doch sollte der Finanzminister angesichts der Umfragewerte seiner Partei überhaupt Teil eines TV-Triells sein?
  • FDP-Vize Wolfgang Kubicki fände das „albern“ – längst kämpften SPD und FDP um Platz drei bei der Bundestagswahl.
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Berlin. Gibt es in Deutschland einen Dreikampf oder einen Zweikampf um das Kanzleramt? Und: Soll es folglich ein TV-Triell oder ein Duell geben? Armin Laschet (CDU), Annalena Baerbock (Grüne) und Olaf Scholz (SPD) wollen Kanzler werden. Die FDP fände es dennoch ziemlich albern, wenn Scholz als Teilnehmer eines Kanzlertriells im Fernsehen aufträte.

„Ich habe das Konzept ‚Kanzlerduell‘ schon immer deshalb für falsch gehalten, weil Kanzler vom Deutschen Bundestag und nicht direkt vom Volk gewählt werden“, sagte der stellvertretende FDP-Vorsitzende und Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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„Ein ‚Triell‘ ist deshalb noch unsinniger, weil Olaf Scholz unter keinen denkbaren Umständen Kanzler der Bundesrepublik Deutschland werden wird“, setzte der FDP-Politiker hinzu. „Dass er immer noch den gegenteiligen Eindruck vermitteln will, ist langsam ziemlich albern“, so Kubicki über Scholz. „Wir kämpfen mit der SPD um den dritten Platz.“

Während die Union in Umfragen unter 30 Prozent gestürzt ist und in einigen Befragungen von den Grünen überholt worden ist, verharrt die SPD schon lange bei ungefähr 15 Prozent. Scholz hält an seinem Anspruch fest, als Kanzler die nächste Regierung anzuführen.

In der SPD setzen sie darauf, dass die Zustimmungswerte für Annalena Baerbock und die Grünen wieder sinken – ähnlich wie vor vier Jahren für die Sozialdemokraten auf den Schulz-Hype der jähe Absturz folgte. Die SPD will sich einen wesentlichen Teil der Wähler holen, die bislang vor allem wegen Angela Merkel die Union gewählt haben.

Duell oder Triell? Diese Frage würde sich heute gar nicht stellen, wenn nicht der Sozialdemokrat Gerhard Schröder im Jahr 2002 der erste Bundeskanzler gewesen wäre, der dem TV-Zweikampf mit seinem Herausforderer zugestimmt hat.

Schröder punktete in den beiden Fernsehdebatten gegen Unions-Kandidat Edmund Stoiber (CSU) nicht zuletzt mit einem Liebesbekenntnis für seine damalige Ehefrau Doris Schröder-Köpf.

Damals versuchte übrigens FDP-Chef Guido Westerwelle – Kanzlerkandidat seiner Partei –, sich in das Duell im öffentlich-rechtlichen Fernsehen einzuklagen. Doch Westerwelle scheiterte. Das Bundesverfassungsgericht fand, alle Parteien hätten genug Möglichkeiten, sich im Fernsehen darzustellen. Eingeladen zu dem Duell seien aber nur „die beiden Politiker, die allein ernsthaft damit rechnen können, zum Bundeskanzler gewählt zu werden“.

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