FDP fordert Corona-„Impfbooster“ für den Herbst

  • Die Bundesregierung muss sich jetzt darum kümmern, dass im Herbst ausreichend Impfstoff für sogenannte „Impfbooster“ zur Verfügung stehen.
  • Das fordert die FDP in einem Positionspapier.
  • Außerdem sollen die Sequenzierung und die Forschung an Mutationen ausgeweitet werden.
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Berlin. Die FDP hat die Bundesregierung aufgefordert, sich ausreichend früh um weitere Impfstoffmengen für den Schutz gegen Mutationen des Coronavirus zu kümmern.

Mit neuen Virusvarianten steige die Wahrscheinlichkeit für eine notwendige dritte Impfdosis, die sogenannten Impfbooster, hieß es am Montag in einem Positionspapier, über das die FDP-Bundestagsfraktion in einer Klausur beriet.

„Um nicht erneut in eine Knappheitssituation zu geraten, bei der ein Großteil der Bevölkerung auf die Schutzimpfung warten muss, sollten bereits jetzt Beschaffungsaufträge für den Herbst veranlasst werden“, forderte die FDP in dem Dokument, das der Nachrichtenagentur dpa.

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„Außerdem sollten die Sequenzierung und die Forschung an Mutationen ausgeweitet werden. Wir müssen frühzeitig und vorausschauend notwendige Modifikationen an den Impfstoffen vornehmen können.“

„Brauchen Nationalen Sicherheitsrat“

Die Liberalen plädieren zudem dafür, mit einem Nationalen Sicherheitsrat handlungsfähiger zu werden. „Wir brauchen einen Nationalen Sicherheitsrat, der die Bundesregierung ressortübergreifend berät und es ermöglicht, mit einer abgestimmten Strategie schneller planen, entscheiden und handeln zu können“, heißt es in dem Papier.

„Es ging wertvolle Zeit verloren“

Es sei nicht abzusehen, welche Bedrohungen und Herausforderungen Deutschland in Zukunft erwarteten – „sei es im Cyberraum, durch den Klimawandel, Terrorismus, staatliche Konflikte oder eine neue Pandemie“, so die FDP. „Die Covid-19-Pandemie hat aber gezeigt: Die Abstimmung in unserem Staat lief im Krisenfall häufig zu schleppend. Es ging wertvolle Zeit verloren.“

Einen Nationalen Sicherheitsrat mit erweiterten Aufgaben hatte bereits Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) gefordert.

RND/dpa

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