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  • Familie Trump: Söhne Donald Jr. und Eric raten zum Weitermachen, Kushner rät Schwiegervater zu Eingeständnis der Niederlage

Familienfehde bei den Trumps: Kushner rät Schwiegervater zu Eingeständnis

  • Seine Niederlage eingestehen wird Donald Trump nicht, sind Vertraute überzeugt.
  • Seine Söhne Donald Jr. und Eric drängen ihn, den Kampf fortzusetzen.
  • Doch Schwiegersohn Kushner rät wohl, das Ergebnis anzuerkennen - auch wenn Trump das Zustandekommen nicht akzeptieren könne.
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Donald Trump hat noch nie eine Niederlage eingestanden. Doch nach dem Triumph seines demokratischen Rivalen Joe Biden bei der Präsidentenwahl steht er nun vor einer für ihn harten Entscheidung: Die Niederlage zum Wohle der Nation anzuerkennen oder nicht - und trotzdem das Weiße Haus verlassen zu müssen.

Nach vier Tagen einer quälend langen Stimmenauszählung wendete sich am Samstag das Blatt zugunsten Bidens, als Pennsylvania mit seinen 20 Wahlleuten an den Demokraten ging. Doch Trump beharrte darauf, dass das Rennen noch nicht vorbei sei, er habe die Wahl mit „legalen Stimmen“ klar gewonnen, twitterte er. Der Kurzmitteilungsdienst blockierte etliche Trump-Tweets mit unbelegten Behauptungen, die Auszählung sei manipuliert worden.

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Roger Stone glaubt nicht daran, dass Trump Niederlage eingesteht

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Dass Trump formal seine Niederlage eingestehen werde, erwarteten ihm nahe stehende Personen daher nicht. Widerwillig werde er wohl am Ende aus dem Weißen Haus ausziehen - am 20. Januar wird der neue Präsident vereidigt.

„Er beabsichtigt zu kämpfen“, sagte sein Wirtschaftsberater Larry Kudlow, als sich abzeichnete, dass Trump die Wahl verliert. Ob er eine Niederlage anerkennen werde? „Ich bezweifle es“, sagte sein langjähriger Freund und Berater Roger Stone, der von Trump kürzlich begnadigt wurde. Biden werde deshalb „eine Wolke über seiner Präsidentschaft haben mit der Hälfte der Leute im Land, die glauben, dass er unrechtmäßig gewählt wurde“.

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Viele im inneren Kreis drängen Trump, weiter zu kämpfen - vor allem seine Söhne Donald Jr. und Eric sowie sein Anwalt Rudy Giuliani. Letzterer hatte angekündigt, Beweise für Wahlbetrug vorzulegen - lieferte aber auch auf einer Pressekonferenz am Samstag in Philadelphia wenig.

Biden-Team: Es gibt keine Kompromisse

Im Weißen Haus gibt es aber, wie Recherchen der Nachrichtenagentur AP ergaben, auch Stimmen, die für einen geordneten Machtwechsel entsprechend der demokratischen Tradition der USA plädieren. Sie haben ihm gegenüber betont, dass die Geschichte ein hartes Urteil über ihn fällen würde, sollte er einen Weg wählen, der seinen Nachfolger untergräbt. Sie rieten ihm dazu, in der kommenden Woche in einer Rede seine Unterstützung für den Übergang zu erklären. Sein Schwiegersohn und enger Berater Jared Kushner soll anderen gesagt haben, Trump sollte den Ausgang der Wahl anerkennen - selbst wenn er das Zustandekommen des Ergebnisses nicht akzeptieren könne.

Für diesen Bericht hat die AP mit mehr als einem Dutzend von Trumps Mitarbeitern und Verbündeten gesprochen. Die meisten wollten ihren Namen nicht genannt wissen, wenn sie über interne Diskussionen im Weißen Haus sprechen.

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Bidens Siegesrede – „Lasst uns einander eine Chance geben!“
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In seiner Siegesrede nach der US-Präsidentenwahl kündigte der Demokrat an, das tief gespaltene Land zu einen.  © Reuters

Bidens Wahlkampfteam betonte noch am Freitag, dass es keine Kompromisse gebe, wenn ein Wahlergebnis vorliege. „Wie wir am 19. Juli gesagt haben, wird das amerikanische Volk diese Wahl entscheiden“, sagte Bidens Sprecher Andrew Bates. „Und die Regierung der Vereinigten Staaten ist perfekt in der Lage, Unbefugte aus dem Weißen Haus zu eskortieren.“

RND/AP

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