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Kubicki attackiert Spahn und Merkel: “Völlig falsche Zahl bei Corona-Bewertung”

  • Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki kritisiert Kanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn scharf.
  • Für die Beratungen über weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen seien falsche Zahlen zugrunde gelegt worden.
  • Kubicki bezeichnet das als “peinlich”.
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Berlin. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) hat Kanzlerin Angela Merkel und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) scharf kritisiert.

Der Hintergrund sind die offenbar zu hohen Covid-19-Infektionszahlen, die Merkel nach der Schaltkonferenz mit den Ministerpräsidenten und Spahn in einem Gastbeitrag für die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” am vergangenen Donnerstag öffentlich genannt hatten.

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“Es ist nicht nur peinlich, sie haben eine völlig falsche Zahl ihrer Bewertung zugrunde gelegt”, sagte Kubicki am Montag in der RTL-Sendung “Guten Morgen Deutschland”.

Merkel und Spahn hatten von rund 40.000 aktiven Corona-Fällen gesprochen, dabei soll die Zahl am Donnerstag tatsächlich nur bei 29.000 gelegen haben.

“Politisch motivierte Zahlen”

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Schon am Dienstag hatte der FDP-Politiker wegen der regelmäßig verbreiteten Corona-Zahlen harsche Kritik am Robert-Koch-Institut geübt. Die Daten “vermitteln eher den Eindruck, politisch motivierte Zahlen zu sein als wissenschaftlich fundiert”, sagte Kubicki.

Während Bayerns Ministerpräsident Markus Söder für den Freistaat, das Land mit den meisten Infektionen, einen R-Wert von 0,57 verkündet hatte, meldete das RKI am Dienstag einen R-Wert von eins.

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“Woher dieser Wert bei sinkenden Infektionsraten kommen soll, erschließt sich nicht einmal mehr den Wohlmeinendsten”, sagte der Bundestagsvize.

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In der kommenden Woche soll es vor allem darum gehen, Schulen und Kitas wieder zu öffnen. Auch Spielplätze und Museen seien Punkte auf der Tagesordnung.  © Reuters

Hinzu sei gekommen, dass die vom Helmholtz-Zentrum und der TU Ilmenau ermittelten Werte deutlich von den Schätzungen des RKI abgewichen wären, sagte Kubicki. “Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Der R-Wert des RKI steigt ausgerechnet zur Konferenz der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten, bei der vor weiteren Lockerungen gewarnt werden soll.”

RND/tdi

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