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Fall Nawalny: Russland verhängt Einreisesperren gegen Vertreter des deutschen Regierungsapparats

  • Die EU hatte wegen der Vergiftung des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny Sanktionen gegen Russland verhängt.
  • Nun reagiert Moskau.
  • Es werden Einreisesperren gegen Vertreter des deutschen Regierungsapparats verhängt.
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Berlin. Als Reaktion auf die von der EU wegen der Vergiftung des russischen Oppositionellen Alexej Nawalny verhängten Sanktionen hat Russland Einreisesperren gegen Vertreter des deutschen Regierungsapparats verhängt. Das wurde am Dienstag der Geschäftsträgerin der deutschen Botschaft in Moskau, Beate Grzeski, bei einem Gespräch im russischen Außenministerium mitgeteilt, wie die Nachrichtenagentur dpa aus dem Auswärtigen Amt in Berlin erfuhr.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte die Strafmaßnahmen bereits im November angekündigt. Die Namen der betroffenen Personen wurden nicht mitgeteilt. Sie erfahren von der Sanktion erst bei Einreise nach Russland.

Nawalny soll im August mit einem in Russland entwickelten chemischen Nervenkampfstoff der Nowitschok-Gruppe vergiftet worden sein. Deswegen hatte die EU Sanktionen unter anderem gegen den ersten Vizechef der Präsidialverwaltung, Sergej Kirijenko, Inlandsgeheimdienst-Chef Alexander Bortnikow und gegen zwei Vizeverteidigungsminister erlassen.

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Nawalny überführt angeblich Agenten
1:48 min
Ein Agent des russischen Inlandsgeheimdiensts FSB soll laut Kremlkritiker Alexej Nawalny den Giftanschlag auf ihn zugegeben haben.  © Reuters
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Mitte November hatte Lawrow die Gegenmaßnahmen auf einer Pressekonferenz angekündigt: “Weil Deutschland die Lokomotive war für die Sanktionen der EU im Zusammenhang mit Nawalny und weil die Sanktionen leitende Mitarbeiter der russischen Präsidialverwaltung betreffen, wird unsere Antwort spiegelgerecht ausfallen.” Er hatte auch für Frankreich Sanktionen ankündigt. An dem Gespräch im Moskauer Außenministerium nahmen am Dienstag auch Vertreter Frankreichs und Schwedens teil.

Die EU-Strafmaßnahmen umfassen Einreiseverbote und Vermögenssperren. Zudem dürfen Europäer mit den Betroffenen keine Geschäfte mehr machen. Aufgelistet ist auch das staatliche russische Forschungsinstitut für organische Chemie und Technologie, das den Kampfstoff entwickelt haben soll. Russland betonte, dass alle staatlichen Nowitschok-Bestände vernichtet seien, das Rezept aber längst auch im Westen bekannt sei.

RND/dpa

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