Fall Franco A: Mutmaßlicher Terror-Helfer legt Revision ein

  • Er hatte Waffen und Sprengkörper für Franco A. aufbewahrt.
  • Jetzt legte der Freund des terrorverdächtigen Soldaten Revision gegen seine Verurteilung ein.
  • Franco A. wird verdächtigt, rechtsextreme Terroranschläge geplant zu haben.
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Gießen. Der wegen Verstößen gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz verurteilte Freund des terrorverdächtigen Soldaten Franco A. will die Entscheidung des Landgerichts Gießen nicht akzeptieren. Die Verteidigung habe Revision eingelegt, teilte ein Gerichtssprecher am Mittwoch mit. Damit muss sich nun der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe mit dem Fall befassen. Der 27-Jährige war Mitte September zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der Mann hatte gestanden, für Franco A. Bundeswehrmunition sowie Sprengkörper verwahrt zu haben. Er will sich dabei aber nichts gedacht haben.

Nach Überzeugung des Landgerichts hatte der 27-Jährige die Gegenstände im April 2017 in Offenbach übernommen und in seinem Zimmer in einem Studentenwohnheim in Friedberg (Wetteraukreis) gebunkert.

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Bundesgerichtshof prüft Anklage gegen Franco A.

Die Bundesanwaltschaft wirft Franco A. vor, aus einer rechtsextremen Gesinnung heraus Anschläge geplant zu haben. Der Bundesgerichtshof prüft, ob ihm wegen Terrorverdachts der Prozess gemacht werden kann. Das Oberlandesgericht Frankfurt hatte dies abgelehnt mit Verweis auf keinen hinreichenden Verdacht.

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RND/dpa