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Extinction Rebellion: Polizei räumt jetzt auch letzte Berliner Blockade

  • Mehr als 150 Klimaaktivisten haben die Nacht in Schlafsäcken am Potsdamer Platz verbracht.
  • Für die weiteren Aktionen sucht Extinction Rebellion im Netz Verbündete.
  • Die Polizei setzt derweil die Räumung fort.
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Berlin. Die Klimaaktivisten von Extinction Rebellion haben ihre Aktionen am Dienstag fortgesetzt: In Berlin übernachteten Dutzende Aktivisten in Schlafsäcken unter der Siegessäule, um den Verkehr dort auch am zweiten Tag in Folge zu blockieren. Dort wird jetzt auch geräumt, nachdem die Polizei die Blockade am Potsdamer Platz nach mehrstündigem Einsatz entfernen konnte.

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Die Lage in der Hauptstadt sei in der Nacht ruhig gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei am frühen Morgen, und fügte an: "Die müssen ja schlafen, die wollen morgen weitermachen."

Auch am Großen Stern um die Siegessäule im Tiergarten haben sich Aktivisten angekettet, andere sind bereit, sich von der Polizei wegtragen zu lassen.

Klimaaktivisten loben Verhalten der Polizei

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Am Montag hatten etwa 3000 Demonstranten Straßen an der Siegessäule und am Potsdamer Platz in Berlin blockiert, um für mehr Klimaschutz zu protestieren. Zu Beginn der Demonstrationswoche blieben die Auswirkungen der Straßenblockaden in Berlin, wo die Schulen derzeit Herbstferien haben, aber trotzdem überschaubar.

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"Extinction Rebellion" - Wer kämpft da für das Klima?
1:50 min
Die Mitglieder von "Extinction Rebellion" erregen mit ihren Aktionen zunehmend mehr Aufsehen - Was fordert die Gruppe und wie macht sie auf sich aufmerksam?  © AFP
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Zunächst hatte die Polizei die Aktivisten gewähren lassen. Am frühen Abend begannen die Beamten allerdings, die Kundgebung am Potsdamer Platz zu räumen. Eine Sprecherin von Extinction Rebellion lobte dabei das Verhalten der Polizei als "extrem positiv". Später brach die Polizei die Räumung ab, wie die Verkehrsleitzentrale Berlin mitteilte. Die Einrichtung gehört zur Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. Die Polizei äußerte sich nicht dazu. Die Klimaaktivisten teilten mit: "Unsere Rebellion hat gerade erst begonnen."

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Es gab in mehreren Großstädten weltweit Aktionen von Extinction Rebellion. In mehreren australischen Städten wurden am zweiten Tag Aktivisten festgenommen. Am Montag waren in London und Amsterdam knapp 200 Aktivisten bei Blockaden festgenommen worden. Extinction Rebellion (auf Deutsch etwa: Rebellion gegen das Aussterben) kommt ursprünglich aus Großbritannien.

RND/dpa