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Extinction Rebellion: Gründungsmitglied fährt Diesel – Heucheleivorwürfe

  • In Großbritannien ist eines der Gründungs­mitglieder der Umwelt­schutz­organisation Extinction Rebellion in die Kritik geraten.
  • In einem Interview gab Gail Bradbrook zu, dass sie Diesel fahre und eine Fernreise nach Costa Rica unternommen habe.
  • Der Moderator der Sendung warf der Klimaaktivistin daraufhin Heuchlerei vor.
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London. Eigentlich wollen die Protestierenden von Extinction Rebellion mit Demonstrationen in London auf den drohenden Klimakollaps und das Artensterben auf der Welt aufmerksam machen. Nun ist allerdings Gründungs­mitglied Gail Bradbrook in Großbritannien in die Kritik geraten. In einem Interview gab die Klima­schützerin zu, einen Diesel zu fahren und eine Fernreise unternommen zu haben.

Im Verlauf des Gesprächs mit dem Radiosender „Talk Radio“ rechtfertigte sich Bradbrook damit, dass sie mit ihrem Auto ihre Kinder zu Sport­veranstaltungen bringen müsse. Der Wagen sei ein Diesel, der allgemein als besonders umwelt­schädlich gilt. Den Kauf eines Elektro­wagens könne sie sich nicht leisten, sagte Bradbrook weiter.

Medizinischer Eingriff in Costa Rica

Zudem ergab das Gespräch, dass die Klimaaktivistin in der Vergangenheit eine Fernreise nach Costa Rica unternommen hatte. Dies rechtfertige Bradbrook mit einem medizinischen Eingriff, der in Großbritannien illegal sei.

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Der Moderator der Sendung warf ihr daraufhin Heuchlerei vor. Die Klimaschutz­aktivistin von Extinction Rebellion rechtfertigte sich: Sie tue bereits so viel sie könne, habe beispielsweise eine Solaranlage auf ihrem Dach installiert. Zunächst hatte der britische „Telegraph“ über das Interview berichtet.

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Bei den jüngsten Protest­aktionen der Klimaschützer von Extinction Rebellion in London wurden mehr als 50 Menschen fest­genommen. Demonstranten hatten Straßen und Kreuzungen in der Innenstadt blockiert, beispielsweise in der Nähe des Trafalgar Square. Einige ketteten sich an Autos fest.

Auf einer Kreuzung stand ein riesiger rosafarbener Tisch mit der Aufschrift „Kommt zu Tisch“ – Ziel war, damit eine Debatte über den Klimawandel in Gang zu bringen. Die Proteste sollen nach dem Willen der Klima­schützer zwei Wochen lang dauern. Auch in Deutschland gab es bereits Proteste der Gruppe.

RND/ag/dpa

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