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Extinction Rebellion blockiert Londoner U-Bahn – Aktion eskaliert

  • In London haben Aktivisten der Umweltschutzbewegung Extinction Rebellion am Donnerstag zwei U-Bahn-Züge blockiert.
  • Pendler reagierten aggressiv auf die Blockaden.
  • Ein Aktivist wurde von Fahrgästen vom Dach eines Zuges gezogen und angegriffen.
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London. In London haben Aktivisten der Umweltschutzbewegung Extinction Rebellion zwei U-Bahnen blockiert. Zwei Aktivisten kletterten Medienberichten zufolge auf einen Zug in dem U-Bahnhof Canning Town. Pendler reagierten aggressiv auf die Aktion. In einem Video ist zu sehen, wie eine aufgebrachte Menge einen der Aktivisten vom Zug zieht und anschließend auf dem Bahnsteig körperlich angreift. Auch im Bahnhof Shadwell kam es zu einer Blockade. Aktivisten kletterten auf das Dach eines Zuges, ein weiterer klebte seine Hand an dem Zug fest.

Einem Bericht des „Guardian“ zufolge wollten die Extinction-Rebellion-Aktivisten mit ihren Blockadeaktionen gezielt eine U-Bahn-Linie zum Erliegen bringen, die in das wirtschaftliche und finanzielle Zentrum der Stadt, die „City of London“, fährt. Die Aktion fand zur Rushhour am Donnerstagmorgen statt.

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U-Bahn-Mitarbeiter mussten Aktivisten vor Menschenmenge schützen

Viele Fahrgäste reagierten mit Unverständnis und Wut auf die Blockaden. „Das ist ein elektrischer Zug. Seid ihr wirklich so dumm?“, rief ein Mann dem älteren Herrn zu, der seine Hand an den Zug geklebt hatte.

Die beiden Personen, die mit einem Transparent auf einem Zug im U-Bahnhof Canning Town standen, wurden von Pendlern beschimpft und mit Müll beworfen. Einer der beiden Aktivisten wurde schließlich von aufgebrachten Fahrgästen vom Zugdach gezogen. Auf dem Bahnsteig kam es zu einem Handgemenge. Dem „Guardian“ zufolge musste der Aktivist von U-Bahn-Mitarbeitern und Passanten gegen die aufgebrachte Menge verteidigt werden.

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Extinction Rebellion protestiert nicht nur in London seit mehreren Wochen mit zivilem Ungehorsam und vor allem mit Blockadeaktionen für mehr Klimaschutz. Auch in Berlin blockierte die Bewegung im Oktober mehrfach Straßen und Plätze.

RND/fh