Extinction Rebellion: Aktivisten blockieren weiter Berlin

  • Auch am vierten Tag ihres Protests wollen Umweltaktivisten von Extinction Rebellion in Berlin auf ihre Anliegen aufmerksam machen.
  • Bestehende Blockaden sollen bleiben.
  • Derweil will die Polizei die Jannowitzbrücke räumen.
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Berlin. In den Berliner Stadtteilen Mitte und Kreuzberg kann es am Donnerstag wegen Straßenblockaden von Klimaaktivisten von Extinction Rebellion wieder zu langen Wartezeiten für Autofahrer kommen. Am Morgen kündigte die Polizei gegen 07.20 Uhr an, die blockierte Jannowitzbrücke demnächst räumen zu wollen. Nach einer Lautsprecheransage werde zunächst abgewartet, ob die Aktivisten die Brücke freiwillig verlassen.

Auf Twitter forderten die Aktivisten Unterstützung

Extinction Rebellion hatte zuvor angekündigt, weiter an der Jannowitzbrücke und an der Marschallbrücke in Berlin-Mitte zu bleiben. Nach Polizeiangaben waren an der Jannowitzbrücke am Donnerstagmorgen etwa 250 Menschen, an der Marschallbrücke 200. Wer am Donnerstag im Zentrum Berlins unterwegs ist, soll nach Empfehlung der Verkehrsinformationszentrale (VIZ) möglichst das Auto stehen lassen.

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Die Oberbaumbrücke zwischen Friedrichshain und Kreuzberg wurde nach Angaben der VIZ in der Nacht wieder freigegeben. Auf Twitter forderten die Aktivisten Unterstützung für die Blockaden auf der Jannowitzbrücke in Berlin-Mitte und der Marschallbrücke in der Nähe des Bundeskanzleramts.

Extinction Rebellion hat für die ganze Woche Aktionen in der Hauptstadt angekündigt. Die Umweltschutzbewegung will in Berlin und anderen Großstädten in aller Welt auf eine drohende Klimakatastrophe aufmerksam machen. Extinction Rebellion (XR) heißt übersetzt etwa: Aufstand gegen das Aussterben.

Friedliche Proteste am Mittwoch

Bereits am Mittwoch hatten rund 300 Aktivisten in den frühen Morgenstunden die Marschallbrücke in der Nähe des Kanzleramts blockiert. Später besetzten sie auch die Jannowitzbrücke und die Mühlendammbrücke. Letztere wurde am Nachmittag von der Polizei geräumt.

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Aufgrund der Blockaden an den Brücken hatte die Polizei Zufahrtsstraßen gesperrt. Laut Verkehrsinformationszentrale kam es vor allem rund um die Mühlendammbrücke zu einem "mittleren Verkehrschaos". Der Große Stern an der Siegessäule, den die Aktivisten seit Montagmorgen besetzt hatten, war Mittwochmittag ebenfalls wieder für den Verkehr freigegeben worden.

Auch zu einer angemeldeten Veranstaltung am Kurfürstendamm Ecke Joachimsthaler Straße waren laut Polizei mehrere Hundert Menschen gekommen. Der gesamte Kreuzungsbereich war gesperrt. Laut einer Polizeisprecherin verliefen die Proteste am Mittwoch friedlich.

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RND/dpa