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Explosion auf iranischem Schiff: Staatsfernsehen meldet Zwischenfall im Roten Meer

  • Offiziell ist der iranische Frachter „MV Saviz“ im Einsatz gegen Piraterie im Roten Meer.
  • Es wird allerdings vermutet, dass das Schiff als militärischer Stützpunkt genutzt wird.
  • Das iranische Staatsfernsehen hat jetzt einen Angriff auf den Frachter gemeldet.
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Dubai. Das iranische Staatsfernsehen hat am Mittwoch einen Angriff auf einen seit Jahren im Roten Meer vor Jemen ankernden iranischen Frachter bestätigt und den Verdacht dafür auf Israel gelenkt. Es war die erste etwas weiter gehende Information aus Teheran zu einem mysteriösen Zwischenfall mit der „MV Saviz“, die mutmaßlich der Revolutionsgarde als Stützpunkt dient.

Die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete am Dienstagabend, bei dem Angriff seien Sprengsätze am Rumpf des Frachters explodiert. Über die Angreifer wurden keine Angaben gemacht; offizielle Informationen würden vermutlich in den nächsten Tagen von Teheran kommen, hieß es.

Die „Saviz“ treibt seit 2016 im Roten Meer bei der zu Eritrea gehörenden Inselkette Dahlak und ist nach saudi-arabischen Militärinformationen mit Antennen ausgerüstet, die für einen Frachter unüblich sind. Nach früheren iranischen Angaben unterstützt der Frachter einen Einsatz gegen Piraterie.

Das iranische Staatsfernsehen gab als Quelle für seine Meldung ausländische Medien an. Ein Nachrichtensprecher zitierte einen von der „New York Times“ am Mittwoch veröffentlichten Bericht, in dem US-Kreise mit den Angaben zitiert werden, Israel habe die USA auf einen bevorstehenden Angriff auf den Frachter hingewiesen.

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US-Streitkräfte informiert aber nicht involviert

Israelische Stellen wollten sich auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur AP am Dienstagabend dazu nicht äußern. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte sich aber am Dienstag zu den an diesem Tag aufgenommenen indirekten Gesprächen zur Rettung des internationalen Atomabkommens mit dem Iran geäußert. Es sollte keine Rückkehr dazu geben, weil es gefährlich für Israel und eine große Bedrohung der Sicherheit der gesamten Welt sei, sagte er.

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Das Zentralkommando der US-Streitkräfte teilte mit, es habe Medienberichte „über einen Zwischenfall mit der „Saviz“ im Roten Meer“ zur Kenntnis genommen. „Wir können bestätigen, dass keine US-Einheiten in den Zwischenfall involviert sind“, hieß es weiter.

RND/AP

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