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Moldawien und Georgien nächste Angriffsziele?

Militärexperte Carlo Masala: Putin will Nato-Osterweiterung „rückabwickeln“

Wladimir Putin, Präsident von Russland, nimmt nach einem gemeinsamen Treffen an einer Pressekonferenz mit dem Präsident von Turkmenistan teil.

Osnabrück. Der Militärexperte Carlo Masala warnt vor einer Ausweitung des Krieges in der Ukraine auf weitere Länder. „Ich sehe Moldawien als nächstes Opfer“, sagte der Professor für Internationale Politik an der Universität der Bundeswehr in München im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Es sei leicht für Russland, Moldawien anzugreifen, wenn der ukrainische Donbass bis zur Krim besetzt sei.

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Die gleiche Gefahr sehe Masala für Georgien und „alle Staaten in der unmittelbaren Peripherie Russlands, die keine Sicherheitsgarantien durch die Nato haben“. Nur die baltischen Staaten seien durch ihre Nato-Mitgliedschaft geschützt.

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Laut Masala werde der russische Präsident Wladimir Putin seinen Angriffskrieg nicht beenden, wenn er die Ostukraine erobern sollte. Der Westen hänge dieser Illusion allerdings noch nach. „Wir haben es aber mit einem Akteur zu tun, der wild entschlossen ist, sich erst die Ostukraine und dann die gesamte Ukraine einzuverleiben“, so Masala. Aber auch das würde Putin nicht stoppen, sondern lediglich zu einer Atempause von einigen Wochen bis zu einem Jahr bringen, in der er seine Truppen neu aufstelle, um weiterzumachen. „Sein Fernziel ist, die Nato-Osterweiterung wieder rückabzuwickeln. Dieser Punkt ist sehr wichtig, den muss der Westen verstehen.“

Nach Ansicht Masalas müsste Russland militärisch auf den Stand vom 23. Februar – den Tag vor dem russischen Angriff – zurückgedrängt werden, um einen Friedensschluss in der Ukraine zu erwirken. Dafür brauche das angegriffene Land aber westliche Unterstützung, die derzeit fehle: „Dafür müsste der Westen Panzer und Kampfflugzeuge liefern, was bisher nicht passiert.“

RND/sic

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