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Ex-Bürgermeister von Tröglitz: „Bürgerliche Mitte muss endlich laut werden“

  • In Tröglitz brannte 2015 eine Flüchtlingsunterkunft.
  • Der Bürgermeister der Gemeinde in Sachsen-Anhalt, Markus Nierth, trat unter dem Druck von Rechtsextremisten zurück.
  • Nach den Ereignissen von Halle mahnt er nun Konsequenzen an.
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Berlin. Der ehemalige Bürgermeister von Tröglitz in Sachsen-Anhalt, Markus Nierth, hat nach den rechtsextremistischen Gewalttaten von Halle und dem Angriff auf die dortige Synagoge zu entschlossener Gegenwehr der bürgerlichen Mitte aufgerufen.

„Wir als bürgerliche Mitte müssen endlich laut werden und deutlich Position beziehen, damit sich die Neofaschisten aller Couleur nicht weiter hervortrauen“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Denn es sei ja offensichtlich, dass „sich diese hasserfüllten Mörder mit ihren überschäumenden Gewaltfantasien aus der Mitte der Gesellschaft ermutigt, ja beauftragt sehen“. Die „neue braune Hydra“ recke „ihre ersten mörderischen Köpfe hervor“, so Nierth. „Und ich fürchte, es werden noch mehr folgen.“

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Halle: Rechtsextremist wollte Massaker in Synagoge anrichten
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In Halle sind zwei Menschen getötet worden.  © dpa
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Er fügte hinzu, deshalb sei es „umso wichtiger, dass wir jeweils in unseren Orten die moralische Stimmungshoheit behalten oder zurückgewinnen. Denn jetzt zeigt sich, wohin das Zündeln und Hetzen der ‚Biedermänner‘ mitten unter uns führt.“

In Tröglitz brannte 2015 eine Flüchtlingsunterkunft. Nierth trat infolge des Drucks von Rechtsextremisten von seinem Amt zurück.