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Trotz Mitgliederverlust: Evangelische Kirche nimmt mehr Kirchensteuern ein

  • Die evangelische Kirche verliert jedes Jahr weitere Mitglieder.
  • Trotzdem hat sie 2019 mehr Kirchensteuern eingenommen, als zuvor.
  • Grund ist die gute Konjunktur in den vergangenen Jahren.
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Hannover. Trotz Mitgliederverlusten hat die evangelische Kirche im vergangenen Jahr erneut einen Anstieg bei den Einnahmen aus der Kirchensteuer verzeichnet. Laut der aktuellen Statistik betrug das Kirchensteuer-Aufkommen im Bereich der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) 5,9 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von rund 2,7 Prozent im Vergleich zu 2018. Trotz der sinkenden Zahl der Kirchenmitglieder stieg das Gesamtaufkommen der Kirchensteuer in den vergangenen fünf Jahren wegen der guten wirtschaftlichen Konjunktur.

In der vergangenen Woche hatte die EKD die Mitgliederstatistik für das Jahr 2019 veröffentlicht. Demnach sank die Zahl der Mitglieder im vergangenen Jahr auf 20,7 Millionen. Im Jahr 2018 waren es noch 21,1 Millionen Mitglieder gewesen.

Für 2020 erwartet die Kirche einen massiven Einnahmen-Rückgang

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Für das Jahr 2020 erwartet die EKD wegen der Corona-Krise einen Rückgang der Kirchensteuereinnahmen zwischen zehn und 25 Prozent. Eine Prognose von Freiburger Finanzwissenschaftlern aus dem vergangenen Jahr geht davon aus, dass sich die Zahl der Kirchenmitglieder und die Finanzkraft der Kirchensteuereinnahmen bis 2060 halbieren werden.

Die Kirchensteuer ist an die Lohn- und Einkommensteuer gekoppelt. Sie beträgt in der Regel neun Prozent der Lohn- und Einkommensteuer, in Bayern und Baden- Württemberg acht Prozent. Die Steuer wird über das Finanzamt eingezogen und an die Kirchen weitergegeben. Der Staat erhält für diesen Dienst zwischen zwei und vier Prozent des Steueraufkommens.

RND/epd

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