EU warnt eindringlich vor falschen Corona-Nachrichten im Netz

  • In der Corona-Krise machen auch Falschnachrichten die Runde.
  • Ein Sprecher der EU-Kommission sagt: Viele Fake News kommen aus Russland, Moskau weist die Vorwürfe zurück.
  • Der Rat der EU: “Prüfen Sie zweimal, prüfen Sie dreimal.”
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Brüssel. Die EU-Kommission hat eindringlich dazu aufgerufen, Beiträge zum Coronavirus in sozialen Netzwerken genau zu prüfen und im Zweifel nicht zu teilen. “Seien Sie sehr vorsichtig, prüfen Sie zweimal, prüfen Sie dreimal oder nutzen Sie nur Medien, denen Sie vertrauen”, sagte ein Sprecher der Brüsseler Behörde am Mittwochmittag. In scharfem Ton kritisierte die EU-Kommission die Urheber von Fake News: “Diese spielen mit dem Leben von Menschen.”

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Seit sich das Virus in Europa ausbreite, sei auch die Zahl der Falschnachrichten enorm angestiegen. Viele Fake News würden von Nutzern der sozialen Netzwerke selbst produziert und verbreitet, sagte der Sprecher. Er kündigte an, dass Vera Jourova, Vizepräsidentin der Kommission, mit den US-Techgiganten Facebook, Google, Twitter und Microsoft demnächst wieder über dieses Problem verhandeln werde. Jourova hatte schon vor zwei Wochen an die Internetfirmen appelliert, mehr gegen die Verbreitung von Falschnachrichten zu unternehmen.

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Die Angst vor dem Coronavirus steigt vielen zu Kopf. Fake News, Irreführende Gerüchte und viel Panikmache helfen da nicht.  © Marc Mensing/RND

Fake News im Zusammenhang mit der Coronavirus-Krise werden aber nach den Worten des Kommissionssprechers zunehmend auch außerhalb der EU produziert. So habe die Fake-News-Arbeitsgruppe des Europäischen Auswärtigen Dienstes in den vergangenen Tagen Anstieg von falschen Nachrichten registriert, die in Russland oder “aus Quellen, die in der Vergangenheit als Kreml-nah identifiziert wurden”, in Verbindung stünden.

Man habe zwar Kontakt mit russischen Behörden, so der EU-Sprecher. Aber die offizielle Reaktion aus Russland laute immer: “Wir sind dafür nicht verantwortlich.”

RND



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