EU rettete seit 2015 mehr als 840.000 Menschen aus Seenot

  • Einem Bericht zufolge soll die EU-Grenzschutzagentur Frontex seit 2015 mehr als 840.000 Menschen aus Seenot gerettet haben.
  • Im laufenden Jahr seien nach Angaben der Behörde bereits mehr als 35.000 Menschen gerettet worden.
  • Davon seien 45 Prozent im Mittelmeer und 40 Prozent auf der Atlantikroute aufgenommen worden.
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Einem Zeitungsbericht zufolge hat die EU-Grenzschutzagentur Frontex seit 2015 mehr als 840.000 Menschen aus Seenot gerettet und an die europäischen Küsten gebracht. Dies teilte die Brüsseler Behörde auf Anfrage der „Welt am Sonntag“ mit.

Im laufenden Jahr seien der Behörde zufolge demnach bisher „mehr als 35.000 Menschen unter Frontex-Zuständigkeit gerettet worden, davon 45 Prozent im zentralen Mittelmeer, 40 Prozent auf der Atlantikroute über die Kanarischen Inseln, 13 Prozent auf der Westmittelmeerroute nach Spanien und zwei Prozent auf der Ostroute“ nach Griechenland, hieß es weiter in dem Bericht.

Frontex steht wegen mutmaßlichen Grundrechtsverletzungen in der Kritik

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Immer wieder steht die Grenzschutzagentur Frontex in der Kritik. Frontex habe beim Umgang mit mutmaßlichen Grundrechtsverletzungen an den Außengrenzen schwere Fehler begangen, hieß es einer Untersuchung des Europaparlaments im Juli 2021.

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Der Grenzschutzagentur wurde vorgeworfen, von Illegalen Zurückweisungen – sogenannten Pushbacks – von Asylsuchenden vor der griechischen Küste zumindest gewusst zu haben. Eine Beteiligung der EU-Agentur selbst an Pushbacks, dem illegalen Zurückweisen von Schutzsuchenden an den Grenzen, wurde aber nicht festgestellt.

Das Mittelmeer zählt zu den tödlichsten Fluchtrouten der Welt. Laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind in diesem Jahr bislang mindestens 1.645 Menschen bei der Überfahrt ums Leben gekommen oder werden vermisst.

RND/epd

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