EU-Parlament will Christine Lagarde an der Spitze der EZB

  • Große Mehrheit für die bisherige IWF-Chefin im europäischen Parlament.
  • Die Französin soll künftig die Europäische Zentralbank (EZB) leiten.
  • Sie wird damit im Oktober Nachfolgerin des Italieners Mario Draghi.
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Straßburg. Das EU-Parlament hat sich mit großer Mehrheit für die bisherige IWF-Chefin Christine Lagarde an der Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgesprochen.

Lagarde erhielt am Dienstag 394 von 649 abgegebenen Stimmen bei einem geheimen Votum des Europaparlaments in Straßburg. 206 Abgeordnete sprachen sich gegen die Französin aus, 49 enthielten sich.

Lagarde hatte den Abgeordneten bereits Anfang September in Brüssel Rede und Antwort gestanden. Die Abstimmung im Parlament hatte vor allem symbolischen Charakter.

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Offizeller Beschluss erst im Oktober

Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten die bisherige Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Juli als Nachfolgerin von Mario Draghi an der Spitze der EZB nominiert. Der offizielle Beschluss soll im Oktober fallen.

Die Zentralbank mit Sitz in Frankfurt entscheidet über die Geldpolitik für die Eurozone und bestimmt unter anderem den Leitzinssatz, der auch für Sparer und Kreditnehmer wichtig ist. Hauptziel der EZB ist Preisstabilität.

Mehr zum Thema: Neuer Ton, alte Geldpolitik: Lagarde rückt an EZB-Spitze

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RND/cle/dpa