EU-Kommission: Corona-Impfstoff muss öffentliches Gut sein

  • Geht es um den Zugang zu einem Coronavirus-Impfstoff, so sollen laut der EU-Kommission keine Unterschiede zwischen einzelnen Ländern herrschen.
  • Der Impfstoff müsse ein weltweit öffentliches Gut sein, betonte ein Kommissionssprecher.
  • Weitere Schritte sind zudem bereits geplant.
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Brüssel. Die EU-Kommission hat betont, dass es beim Zugang zu einem Coronavirus-Impfstoff keine Unterschiede zwischen einzelnen Ländern geben dürfe. Der Impfstoff gegen Covid-19 sollte ein weltweit öffentliches Gut sein, sagte ein Kommissionssprecher am Donnerstag. Der Zugang müsse “gerecht und allgemein” sein. Solidarität und eine enge Koordination seien die effektivste und sicherste Antwort auf die Krankheit, betonte der Sprecher.

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Der Beginn des verheerenden Coronavirus war vermutlich ein Tiermarkt in Wuhan/China. In nur wenigen Wochen erreichte das Virus auch Europa.  © RND

Dem Statement waren Aussagen vonseiten des Generaldirektors des französischen Pharmagiganten Sanofi, Paul Hudson, vorausgegangen, dass die USA in Zukunft einen Vorrang beim Zugriff auf einen Impfstoff bekommen könnten. Der Frankreich-Chef von Sanofi, Olivier Bogillot, bestätigte das in einem Interview mit dem französischen Fernsehsender BFMTV am Donnerstag nicht. Es stimme, dass der Pharmakonzern eine Zusammenarbeit mit der US-Regierung begonnen habe. Die EU müsse ebenso “wirksam” dabei helfen, den Impfstoff verfügbar zu machen, betonte Bogillot.

Sobald ein Impfstoff entwickelt sei, werde die EU-Kommission darauf hinarbeiten, dass er so schnell wie möglich zugelassen werde. Dann sollte der Zugang gesichert und eine Ausweitung der Produktion in Europa in Betracht gezogen werden, erklärte der Kommissionssprecher.

RND/dpa

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