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EU-Gipfel: Niederlande will Zuschüsse für Länder nur unter strikten Bedingungen

  • Am heutigen Samstag wird der EU-Gipfel zu den Corona-Hilfen für Krisenstaaten in Brüssel fortgesetzt.
  • Der erste Verhandlungstag am Freitag endete ohne Ergebnisse.
  • Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte bekräftigt am zweiten Tag seine Forderung nach Reformen.
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Brüssel. Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hat vor der Fortsetzung des EU-Gipfels zu den Corona-Milliardenhilfen auf die Notwendigkeit von Reformen in den bedürftigen Ländern gepocht. “In einem Krisenmoment muss man solidarisch sein mit Ländern, die es noch schwerer haben als wir”, betonte Rutte am frühen Samstagmorgen nach der ergebnislosen ersten Runde der Beratungen in Brüssel.

“Gleichzeitig sage ich dann, was unternehmen wir, damit diese Länder notwendige Reformen durchführen und wie können wir das festnageln, dass die auch stattfinden.” Mit dem Ruf nach Reformen ständen die Niederlande nicht alleine da, bei der Frage der Überprüfbarkeit von Reformen gebe es nur eine kleine Gruppe von Unterstützern.

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EU-Haushalt nicht verschlechtern

"Das wird wirklich noch einen Moment dauern", sagte Rutte zum Fortgang der Verhandlungen am Samstag. "Die Rabatte, die Reformen, das ist alles noch in der Diskussion", meinte er. "Ich hoffe, dass es für eine Reihe der schwierigen Punkte Vorschläge gibt." Natürlich hätten die Niederlande angesichts der großen Beträge, um die es geht, ihren Standpunkt klar vertreten.

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Eine Bildkombo, die den ersten Tag des EU-Gipfels in Brüssel gut zusammenfasst: Sie zeigt unterschiedliche Begrüßungs-Szenen von Bundeskanzlerin Angela Merkel, ihrem bulgarischen Amtskollegen Boiko Borissow (oben links und Mitte) und dem zypriotischen Präsidenten Nicos Anastasiades (unten Mitte) sowie von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und dem Präsident des Europäischen Rates, Charles Michel, (oben rechts), Portugals Premierminister Antonio Costa und Josep Borrell, dem Chef der Außenpolitik der Europäischen Union (unten rechts) beim EU-Gipfel. Um eine Übertragung von Sars-CoV-2 unter den Teilnehmern zu verhindern, gelten bei dem zweitägigen Gipfel strenge Regeln.  @ Quelle: Stephanie Lecocq/EPA Pool/AP/dpa

“Die Niederlande haben gesagt, wenn Länder Zuschüsse wollen, dann unter sehr strikten Bedingungen, wobei natürlich die Höhe noch eine Diskussion ist.” Beim Haushalt gehe es den Niederlanden um das Beibehalten von Rabatten, und darum, dafür zu sorgen, sich nicht zu verschlechtern. Es gebe grundsätzlich Konsens, dass es Rabatte gebe, die Frage sei aber, wie hoch diese Rabatte seien, meinte Rutte.

Erster Tag ohne Ergebnisse

Im Ringen um den milliardenschweren Corona-Aufbauplan nehmen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die anderen EU-Staats- und Regierungschefs am Samstag einen neuen Anlauf. Denn am ersten Tag des Brüsseler EU-Sondergipfels hatten sich die Verhandlungen völlig verhakt. EU-Ratschef Charles Michel unterbrach die Gespräche kurz vor Mitternacht ohne Ergebnis. Die Beratungen sollen um 11 Uhr weitergehen.

RND/dpa

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