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EU-Abgeordnete fordern kostenlose Corona-Tests für alle Bürger

  • Ab Juni soll das europäische Impfzertifikat zur Verfügung stehen und in allen EU-Staaten anerkannt werden.
  • Neben einer Impfung soll es Ergebnisse zugelassener Tests und Informationen zu überstandenen Corona-Infektionen festhalten.
  • Besonders die Finanzierung der Tests ist im EU-Parlament umstritten.
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Brüssel. Für einen gerechten Zugang zu einem europäischen Impfzertifikat fordert eine Großzahl Europaabgeordneter kostenlose Covid-Tests. Menschen dürften für ihre Reisefreiheit nicht zahlen müssen, sagte die Liberale Sophie In ’t Veld am Mittwoch in Brüssel. Es könne nicht sein, dass Tests in manchen EU-Ländern derart teuer seien, kritisierte der Sozialdemokrat Juan Fernando López Aguilar.

EU-Justizkommissar Didier Reynders sagte zwar, dass das Zertifikat kostenlos sein solle und Tests für alle Bürger erschwinglich sein müssten. Dennoch stellte er sich der fraktionsübergreifenden Forderung entgegen. Fragen etwa zur Rückerstattung der Kosten von Covid-Tests fielen in die Kompetenz der Mitgliedsstaaten.

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Das geplante Zertifikat soll Reynders zufolge flexibel sein, um zukünftige wissenschaftliche Erkenntnisse miteinbeziehen zu können. Man könne aber nicht warten, bis alle Fragen etwa zur Wirkung der Impfung beantwortet seien. Auch solle man sich nicht an dem Punkt aufhängen, ob das Zertifikat Einschränkungen aufheben werde.

Details mit EU-Staaten aushandeln

Die derzeit recht unterschiedlichen Einreisereglungen innerhalb der EU sollen mit dem Zertifikat einheitlicher werden. Ab Juni soll es zur Verfügung stehen und in allen EU-Staaten anerkannt werden. Neben einer Impfung soll es auch Ergebnisse zugelassener Tests und Informationen zu überstandenen Corona-Infektionen festhalten.

Das Parlament will diese Woche seine Position dazu festlegen, um die Details mit den EU-Staaten auszuhandeln. Neben dem Ruf nach freien Tests gibt es etwa Forderungen, die Gültigkeit des Zertifikats vorerst auf zwölf Monate zu beschränken und nur von der Europäischen Arzneimittelagentur oder der Weltgesundheitsorganisation zugelassene Impfstoffe in das Zertifikat aufzunehmen.

Auch den Namen des Zertifikats wollen zahlreiche Abgeordnete ändern. Die Abstimmungsergebnisse des Parlaments werden für Donnerstag erwartet.

RND/dpa

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