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  • Ethikrats-Mitglied für Corona-Impfung von Schülern und Studierenden

Ethikratsmitglied fordert priorisierte Impfung für Schüler und Studierende

  • Bevor die Impfpriorisierung komplett aufgehoben wird, sollen für Ethikratsmitglied Wolfram Henn zuerst Schüler und Studenten an der Reihe sein.
  • Die Lebenschancen dieser Gruppe seien durch die Beschränkungen am meisten beeinträchtigt.
  • Henn befürchtet außerdem, dass durch die Aufgabe der Priorisierung die Menschen mit den besten Beziehungen zuerst eine Impfung erhalten.
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Berlin. Ethikratsmitglied Wolfram Henn hat sich für vorrangige Impfungen für Schüler und Studierende ausgesprochen, bevor die Impfpriorisierung gänzlich aufgehoben wird. „Durch die medizinisch begründeten Priorisierungen sind wir jetzt weitgehend durch“, sagte der Humangenetiker der „Berliner Zeitung“ . Die Hochrisikogruppen seien geimpft. „Jetzt brauchen wir eine sozial begründete Priorisierung“, sagte Henn.

Es sei an der Zeit, nun die Bevölkerungsgruppen in den Blick nehmen, die in ihren Lebenschancen durch die Beschränkungen am stärksten beeinträchtigt seien, erklärte er. Kinder und Jugendliche müssten durch die Corona-Beschränkungen die größten Langzeitschäden in ihrer Lebensperspektive hinnehmen.

„Das ist die nächste Priorisierungsgruppe, die unbedingt kommen muss, bevor eine Impffreigabe für alle erfolgt“, forderte Henn.

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Zielvorgabe sei, dass jeder geimpft werden könne, der dies wolle, sagte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder.  © Reuters

Weiter gab das Ethikratsmitglied zu bedenken: „Bei einer bedingungslosen Freigabe wäre zu befürchten, dass dann die mit den besten Beziehungen vorrangig zum Zuge kämen.“

Bei allen Schwierigkeiten der vergangenen Monate sei man bisher ohne „Ellenbogenmentalität“ durch die Pandemie gekommen, es sei – von einigen Ausnahmen abgesehen – alles weitgehend transparent verlaufen. „Das sollten wir jetzt nicht aufgeben“, sagte Henn.

Wichtig sei auch, dass die Impfung der jüngeren Gesellschaftsgruppen so unbürokratisch wie möglich verlaufe. So sollten sich Studierende etwa nach Vorlage ihres Studierendenausweises bei der Hausärztin impfen lassen können, schlug Henn vor.

RND/epd

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