Berlins Innensenator Geisel dankt den drei Polizisten am Reichstagsgebäude

  • Drei Polizisten waren es, die sich für kurze Zeit den rechtsextremen Randalierern auf den Treppen des Reichstagsgebäudes stellen mussten.
  • Dem Trio, sowie allen Polizisten im Einsatz rund um die Demonstrationen gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen am Samstag in Berlin, dankte der Innensenator Andreas Geisel jetzt.
  • Ihnen gebührt Respekt.
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Berlin. Bei einer der Demonstrationen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen am Samstag in Berlin haben Teilnehmer die Absperrungen zum Reichstagsgebäude durchbrochen, die Treppen gestürmt und Fahnen in den Farben des Deutschen Reichs vor dem Parlamentsgebäude geschwenkt.

Anfangs sahen sich nur drei Polizisten unmittelbar vor dem Reichstagsgebäude den rechtsextremen Randalierern gegenüber. Ihnen dankt der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD) neben allen anderen Beamten im Einsatz via Twitter explizit: “Die Ereignisse vor dem Reichstag sind beschämend. Ich danke der Polizei, dass sie diesen Spuk schnell beendet hat. Einsatzkräfte waren unmittelbar vor Ort. Ich danke den drei Polizisten, die sich zuerst den Rechtsextremen in den Weg gestellt haben.”

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Geisel warnte davor, nun “fahnenschwenkenden ‘Reichsbürgern’ und anderen Extremisten große Beachtung einzuräumen und vor allem ihre demokratiefeindliche Wortwahl zu übernehmen”. Vielmehr müsse man sich auf die gesamte Arbeit der Polizei am Wochenende konzentrieren. Sie sei konsequent für die freiheitlich demokratische Grundordnung eingeschritten.

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Eindrücke der Corona-Demo in Berlin
2:54 min
Vor dem Brandenburger Tor geraten Demonstranten und Polizei aneinander.  © RND

200 Festnahmen allein vor der russischen Botschaft

Schon zuvor hatte es Gewaltszenen an der russischen Botschaft in der Nähe des Brandenburger Tos gegeben. Teilnehmer der Demo wehrten sich gegen die Auflösung der dortigen Versammlung, die wegen der Missachtung der Hygieneregeln verfügt wurde. Nach Angaben der Polizei warfen Demonstranten mit Flaschen nach Beamten. Die Polizei setzte Pfefferspray ein.

Nach Angaben von Geisel wurden allein dort rund 200 Menschen festgenommen. 2900 Polizisten waren Geisel zufolge am Samstag im Einsatz, um verschiedene Demonstrationen gegen die staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen abzusichern.

Die Teilnehmerzahl aller Versammlungen schätzten die Behörden am Samstagabend auf 38.000.

RND/fw mit dpa/epd

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