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Erster Deal seit Brexit: London schließt umstrittenen Handelsvertrag mit Australien

  • Großbritannien und Australien haben sich auf einen Handelsvertrag geeinigt.
  • Vor allem Hersteller von Autos und Whisky genießen künftig mehr Vorteile.
  • In Großbritannien ist das Abkommen allerdings umstritten.
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London. Erstmals seit dem Brexit hat Großbritannien einen vollständig neu ausgehandelten Handelsvertrag vereinbart. Premierminister Boris Johnson einigte sich mit seinem australischen Kollegen Scott Morrison auf ein Freihandelsabkommen, wie die Regierung in London am Dienstag mitteilte. Demnach würden etwa Hersteller von Autos und Whisky von Zollfreiheit profitieren. Branchen mit etwa 3,5 Millionen Beschäftigten im Vereinigten Königreich erhielten einen Schub.

2020 betrug der britisch-australische Handel 13,9 Milliarden Pfund (16,15 Mrd Euro). Das Vereinigte Königreich ist der fünftgrößte Handelspartner Australiens. Der Vertrag werde für weiteres Wachstum sorgen, betonte die britische Regierung.

Mehr Freiheiten für junge Briten

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„Der heutige Tag stellt einen neuen Aufbruch in den Beziehungen des Vereinigten Königreichs zu Australien dar, der von unserer gemeinsamen Geschichte und unseren gemeinsamen Werten getragen wird“, sagte Johnson. Der Vertrag sieht zudem vor, dass junge Briten unter 35 Jahren mehr Freiheiten erhalten, um in Australien zu leben und zu arbeiten.

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Großbritannien hat seit dem Brexit zwar bereits Handelsverträge mit Dutzenden Ländern beschlossen. Allerdings handelte es sich dabei stets um Kopien der bestehenden EU-Verträge mit diesen Staaten.

Der Australien-Deal ist allerdings in Großbritannien umstritten. Bauernverbände fürchten, dass zollfreie Fleischimporte aus Australien die britischen Schaf- und Rinderzüchter treffen könnten. Die Regierung betonte, dass der Deal Obergrenzen für zollfreie Einfuhren in den kommenden 15 Jahren sowie Quotenregelungen und andere Schutzmaßnahmen vorsehe. Bauernverbände forderten das Parlament zu einer genauen Kontrolle des Vertrags auf. Es müsse sichergestellt werden, dass niedrigere Umwelt- und Tierwohlstandards nicht die Ernährungssicherheit untergraben.

RND/dpa

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