Erste Johnson&Johnson-Lieferung soll Mitte April kommen

  • Der Impfstoffhersteller Johnson&Johnsonn will Mitte April mit ersten Lieferung seines Corona-Vakzins nach Deutschland beginnen.
  • Das sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei einer Diskussion am Samstag.
  • Erwartet wird zunächst aber nur eine kleine Menge.
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Berlin. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erwartet im April die erste Impfstofflieferung des Vakzins des Herstellers Johnson&Johnson in Deutschland. Zunächst werde nur eine kleine Menge von etwa 275.000 Dosen eintreffen, sagte der CDU-Politiker am Samstag bei einer Onlinediskussion zur aktuellen Impflage und zu Corona-Tests im Alltag. Zug um Zug werden die Lieferungen dann „auf Millionengröße hochgefahren“, so Spahn.

Das Vakzin von Johnson&Johnson unterscheidet sich in einigen Aspekten von den bisher in der EU zugelassenen Impfstoffen. Während bei den bisher in der EU zugelassenen Corona-Impfstoffen von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca etwa zwei Impfungen notwendig sind, genügt bei Ad26.COV2-S eine einzelne Dosis.

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Erste Lieferung von Johnson & Johnson Mitte April erwartet
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Der Impfstoff des US-Pharmakonzerns muss im Gegensatz zu vielen anderen nur ein Mal gespritzt werden.  © Reuters
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Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) sieht indes die derzeit laufende Prüfung neuer Covid-19-Impfstoffe mit Hoffnung. Derzeit prüfe die europäische Zulassungsbehörde EMA drei weitere Präparate in einem „Rolling-Review-Verfahren“, sagte Klaus Cichutek bei der Diskussion. Dies seien ein mRNA-Impfstoff des Tübinger Unternehmens Curevac, das russische Präparat Sputnik V sowie ein Vakzin des Unternehmens Novovax.

Johnson&Johnson sichert zu, sich an Absprachen zu halten

Die Wirksamkeit des Johnson&Johnson-Impfstoffes Ad26.COV2-S liegt nach Angaben der EMA bei etwa 67 Prozent. Bei einer schweren Covid-19-Erkrankung lag der Schutz in den Studien bei mehr als 85 Prozent – und das gilt auch für Ältere. Das Vakzin soll auch gegen Virusvarianten effektiv sein.

Die EU-Kommission hatte bereits Impfdosen für 200 Millionen Menschen bestellt. Davon würde Deutschland 36,7 Millionen erhalten. Allerdings gab es Befürchtungen, dass das Unternehmen nicht rechtzeitig liefern könne. Der Hersteller sicherte zu, dass er sich an die Absprachen halten und ab April liefern werde.

RND/sag

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