Erste Frau wird Generalsekretärin der Bischofskonferenz

  • Die Deutsche Bischofskonferenz hat zum ersten Mal eine Frau zur Generalsekretärin gewählt.
  • Die Theologin Beate Gilles wird diese Rolle künftig übernehmen.
  • Sie folgt damit auf Pater Hans Langendörfer, der 24 Jahre im Amt war.
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Bonn. Erstmals rückt eine Frau an die Spitze des Sekretariats der katholischen Deutschen Bischofskonferenz. Wie die Bischofskonferenz am Dienstag in Bonn zu Beginn ihrer Frühjahrs-Vollversammlung mitteilte, soll die Theologin Beate Gilles neue Generalsekretärin und Geschäftsführerin des Verbandes der Diözesen Deutschlands werden. Gilles wird Nachfolgerin von Pater Hans Langendörfer, der Anfang Januar nach 24 Dienstjahren in den Ruhestand gegangen ist.

„Mit Frau Gilles wird zum ersten Mal in der Geschichte der Deutschen Bischofskonferenz eine Frau Generalsekretärin. Ich sehe das als starkes Zeichen, dass die Bischöfe ihrer Zusage nachkommen, Frauen in Führungspositionen zu fördern“, sagte der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, am Dienstag. Gilles wird ihr Amt am 1. Juli 2021 antreten. Gilles und Bätzing kennen sich bereits aus dem Bistum Limburg, wo Gilles als Dezernentin arbeitet.

Beate Gilles wurde nach Angaben der Bischofskonferenz 1970 in Hückeswagen geboren. Von 1989 bis 1995 studierte sie an der Universität Bonn die Fachrichtungen katholische Religionslehre und Deutsch und legte die erste Staatsprüfung ab. 2000 promovierte sie mit einer liturgiewissenschaftlichen Arbeit. Bis zu diesem Zeitpunkt war Beate Gilles bereits freie Referentin in der theologischen und religiösen Erwachsenenbildung und freie Mitarbeiterin bei der Katholischen Fernseharbeit beim ZDF. Von 1995 bis 1999 war sie Mitarbeiterin am Seminar für Liturgiewissenschaft an der Universität Bonn.

Von 2000 bis 2010 war Gilles Leiterin und Geschäftsführerin des Katholischen Bildungswerkes Stuttgart e. V.. Seit 2010 ist sie Dezernentin für Kinder, Jugend und Familie im Bistum Limburg. Zum Dezernat gehören die Abteilungen Jugendliche, junge Erwachsene, Jugendverbände, Familie und Generationen, Kindertageseinrichtungen sowie der Eigenbetrieb Tagungshäuser im Bistum Limburg.

RND/epd

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