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Erpressung hin oder her: Helft den Flüchtlingen – sie müssen im Vordergrund stehen

  • Die EU darf sich nicht durch den türkischen Präsidenten Erdogan erpressen lassen.
  • Das ist leichter gesagt als getan, kommentiert Tim Szent-Ivanyi.
  • Denn Erdogan benutzt Hilfe suchende Menschen als Druckmittel.
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Das Verhalten, das der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan in den vergangenen Tagen gegenüber der EU gezeigt hat, war reine Erpressung. “Wenn ich es will, kann ich die Europäische Union ins Chaos stürzen” – so seine unmissverständliche Botschaft.

Eine derartige Politik wäre für sich genommen schlimm genug. Doch als Druckmittel nutzt Erdogan Menschen, die sich nichts sehnlicher wünschen, als mit ihren Familien in Sicherheit leben zu können. Den Flüchtlingen suggerierte Erdogan, die Grenzen zur EU seien offen. Und seine Behörden “halfen” dann auch, sodass viele von ihnen möglichst die griechische Grenze auch erreichen konnten.

Aufnahme von Flüchtlingen aus griechischen Lagern

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Es ist richtig, dass sich die EU auf diese erpresserische Politik nicht einlässt. Tut sie dies einmal, macht sie sich zum Spielball Erdogans. Doch Erpressung hin oder her: Im Vordergrund aller Bemühungen müssen die durch den Krieg vertriebenen Menschen stehen.

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Das heißt unter anderem, deutlich mehr Geld für Hilfsorganisationen, die die Menschen in der Türkei, in Syrien, in Jordanien oder dem Libanon unterstützen, sowie eine sofortige Aufnahme von Flüchtlingen aus den überfüllten griechischen Lagern durch andere EU-Staaten. Deutschland kann und muss hier mit gutem Beispiel vorangehen.

RND


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